Ortsratssitzung Eisdorf

Weil beide Fraktionen des Ortsrates Eisdorf die fünfte Änderung des Bebauungsplanes Königsweg während der Sitzung sehr begrüßten und damit einstimmig zur überaus wohlwollenden Kenntnis nahmen, könnte die erste Tagespflege-Einrichtung im Sösetal in Eisdorf entstehen.

Fred Langner, der in Vertretung von Bürgermeister Harald Dietzmann an der Sitzung teilnahm, erläuterte zuvor, dass der Gemeindeverwaltung der Antrag von Marc Burgholte (Seniorenwohnanlage Haus am Pagenberg in Eisdorf) vorliege, der auf dem Gebiet der Senioren-Pflege nicht bloß in Eisdorf sehr aktiv tätig sei. Alles, was den Ortsratsmitglieder vorliege, sei mit dem Investor abgestimmt, somit dürfe gesagt werden, dass die Vorlage auch mit den Zielvorstellungen des Investors übereinpasse. Nach ihr ist geplant, das Ende der 90er Jahre auf dem Areal des Seniorenheims im Königsweg errichtete Wohnhaus als Ergänzung des Gesamtunternehmens für die Tagespflege einzurichten. Da Pflege ein großes Thema sei, sei die Gemeinde-Verwaltung der Meinung, dass diese Idee sehr gut wäre, weil das Ganze abgerundet werde und auch noch neue Arbeitsplätze hinzukommen können.

In dem 1986 verabschiedeten Bebauungsplan ist ein Mischgebiet, allerdings mit merklichen Nutzungseinschränkungen auf Wohnnutzung ausgewiesen. Allerdings ließe sich aus den damaligen Planungsunterlagen keine nähere Begründung für diese vom damaligen Rat vorgenommene Einschränkung entnehmen. Das gesamte Gebiet böte aber grundsätzliche alle Möglichkeiten, auch die der Tagespflege. Aus diesem triftigen Grunde solle man eben mit der fünften Änderung den B-Plan benutzungsmäßig fortschreiben. Damit werde die Grundstruktur des Mischgebietes nicht verändert, was das Ganze einfacher mache. Die Einrichtung einer Tagespflegeeinrichtung steht zur Stärkung des Standortes mit der sozial-gesundheitlichen Einrichtung Seniorenpflege- und Wohnheim auch im Interesse der Gemeinde Bad Grund und der Ortschaft Eisdorf.

Ebenso einstimmig wurde der Ausbau- beziehungsweise Herstellungsplan für die drei Straßenzüge Mühlenbeu zur Kenntnis genommen. Dieser beruht insbesondere auch auf den Aussagen und Anregungen der Anlieger aus der Informationsveranstaltung vom Januar dieses Jahres. Der Rat der Gemeinde hatte sich in seinem bereits gefassten Maßnahmenbeschluss vorbehalten, sich den Ausbauplan noch einmal zur Zustimmung vorlegen zu lassen, was jetzt geschehe. Fred Langner erinnerte daran, dass man nicht versäumt habe, den Fördermittelantrag rechtzeitig zum Stichtag im Februar einzureichen. Doch, auch wenn das bereits vor dem 15. Februar geschehen ist, habe man aus Göttingen noch keine Antwort zur angestrebten Förderung erhalten. Er wisse letztendlich auch nicht, an welcher Stelle des Antragsberges sich Eisdorf befinde. Man müsse sich in Geduld fassen, nach wie vor mit der Hoffnung, dass er auch genehmigt werde.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke stellte ein interessantes Projekt vor, das unter dem Motto „Dorf ist nicht gleich Dorf“ in Abstimmung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch im Kreis Osterode, und somit in Eisdorf, gestartet werden soll. Um das umsetzen zu können, werden Akteure gesucht, die in bestehenden Vereinsstrukturen oder auf dörflicher Ebene politisch tätig sind sowie Bürgerinnen und Bürger, die motiviert sind, sich für ihr Dorf in neuen Kontexten zu engagieren und dafür auch noch einmal für 30 Unterrichtsstunden die Lehrbank drücken wollen. Titel der Lehr-Blöcke sind „Dorfmoderation – Neue Dorfentwicklung mit der Gemeinschaft“ und „Dorfmoderation – der Einsatz von Methoden und Techniken“. Wer Interesse hat sollte sich Ende Juni bei ihr oder einem anderen Ortsratsmitglied melden. Es wird übrigens auch noch eine Informationsveranstaltung in der Gemeinde Bad geben.

Es wäre doch schön, wenn Eisdorf das schöne Dorf bliebe. Dafür hätten auch jetzt wieder kleine und große Einwohner nicht „nur“ beim Müllsammeltag gesorgt. Es werde immer wieder Hand angelegt und so lade Eisdorf stets zum Verweilen ein.

Weiter teilte die Ortsbürgermeisterin mit, dass man sich auch in diesem Jahr mit 50 € an der Ferienpassaktion beteiligen wird. pb