Jagdgenossenschaft JHV 2014 

Der Vorstand der Jagdgenossenschaft Eisdorf mit seinen Gästen: Bernd Harenkamp, Helmut Oelckers, Thomas Seegers (hi. v. l.), Helmut Mell, Petra Pinnecke, Walter Sinram Krückeberg (mi. v. li.), Frank Brakebusch, Bodo Ehrenberg und Christian Brakebusch (vo. v. li.). Foto: Bordfeld

„Das gemeinsame Ziel der Jagdgenossenschaft Eisdorf und der Jagdpächter muss es sein, zusammen mit den Bürgern auch weiterhin dafür zu sorgen, dass die Nutzung der freien Landschaft, die Jagdausübung und die Erholung nebeneinander möglich sind und unnötige Störungen sowie unnötiger Ärger vermieden werden", mit diesen Worten schloss Frank Brakebusch, erster Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Eisdorf, seinen Bericht, den er während einer gut besuchten Jahreshauptversammlung vorlegte.

Zuvor begrüßte er in der Gastwirtschaft „Zur goldenen Krone" neben den Mitgliedern auch Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke sowie Peter Mell in Vertretung des Jagdpächters des Reviers Eisdorf Nord Mario Wecke und Helmut Oelckers, den neuen Jagdaufseher, der in Vertretung der dänischen Jagdpächter des Reviers Eisdorf Süd, Johnny Dahl Christensen und Finn Hjollund Jensen, erschienen war.

Dann informierte Brakebusch, dass im August des letzten Jahres Spaziergänger ein Reh entdeckt hatten, welches sich im mobilen Schafnetzzaun am Pagenberg stranguliert hatte. Daraufhin habe es ein aufklärendes Abstimmungsgespräch zwischen der Jagdgenossenschaft, dem Schafhalter und Herrn Berndt, vom Landkreis Osterode, gegeben. Denn letztendlich habe man nichts gegen die Trockenrasenpflege mit Schafen, aber es stelle sich die Frage, ob der Zaun stehen bleiben muss, wenn die eingezäunte Fläche nicht abgegrast wird.

Dies sei aber nicht das einzige Ereignis des Jahres 2013 gewesen. Man habe sich aus den unterschiedlichsten Anlässen getroffen, die von der Amtseinführung von Pastor Wolfgang Teicke, über diverse Vorstandssitzungen bis hin zu Gratulationen anlässlich diverser Jubiläen reichten. Dabei seien die jagdlichen Themen aber nie zu kurz gekommen.

Apropos jagdliche Themen: Mit einer ordnungsgemäßen Jagdausübung werde einerseits ein artenreicher und gesunder Wildbestand gehalten, außerdem werde auch das Heranwachsen gepflanzter Kulturen gesichert – rund 5 000 Laub- und Nadelhölzer wurden im Eisdorfer Wald 2013 gepflanzt – , mahnte der Sprecher. Außerdem werde mit der Jagdpacht ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der Wege in der Feldmark beziehungsweise freien Landschaft geleistet. Außerdem komme ein intaktes Wegenetz der Landwirtschaft und insbesondere der gesamten Bevölkerung zugute.

In dem Zusammenhang mahnte der erste Vorsitzende, dass die Reiter/innen bitte nicht vergessen sollten, feste Wege zu benutzen, denn Rückewege im Wald seien beispielsweise keine ausgewiesenen Reitwege. Brakebusch wusste aber auch zu berichten, das es aus Sicht der Jagdpächter hier schon eine positive Entwicklung in der Zusammenarbeit mit den Reitern gegeben habe. Grundsätzlich gelte allerdings für alle, dass bei beginnender Dämmerung und in der Nacht möglichste keine Einstandsgebiete von Rehwild – insbesondere der Wald und die Waldrandgebiete – betreten werden.

Nicht zu übersehen seien zwar auch bei Dunkelheit nicht die Fahrverbotsschilder, trotzdem versuchten es immer wieder Menschen, Feldmark und den Wald unerlaubt zu befahren und in manchen Fällen auch zum Müllabladeplatz umzufunktionieren.

Abschließend kam der erste Vorsitzende noch darauf zu sprechen, dass jede/r Hundehalter/in daran denken sollte, dass ab dem 1. April bis zum 15. Juli in der freien Natur ihre vierbeinigen Freunde im Interesse der Nachkommen der wildlebenden Tiere an der Leine zuführen sind.

Und die Landwirte mögen bitte vor dem Mähen der Wiesen Kontakt mit den Jagdpächtern aufnehmen, um so möglichst zu vermeiden, dass gerade gesetzte Rehkitze getötet werden. In diesem Zusammenhang dankte er dafür, dass es mittlerweile vier Wildäcker bzw. Wildwiesen in den beiden Revieren gebe. Eine gezielte Bejagung des Schwarzwildes sei damit möglich, wodurch Wildschäden in der Feldmark vermieden werden konnten.

Aber auch die Vertreter der Jagdpächter und die Ortsbürgermeisterin meldeten sich zu Wort. Petra Pinnecke betonte, dass es sehr interessant sei, zu hören, was die Jagdgenossenschaft so alles in Bewegung setzte. In Sachen Müll ließ sie es sich nicht nehmen, Bodo Ehrenberg sowie Joachim Lawes und seinen Kindern dafür zu danken, dass sie am Putztag kräftig mit angepackt hätten.

Für das Revier Süd ergriff Helmut Oelckers das Wort. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, wieder in Eisdorf zu sein. Auf den Streckenbericht zu sprechen kommend, legte er folgende Zahlen vor: Zwölf Rehe, sechs Sauen, 23 Füchse, drei Dachse, sieben Waschbären und 18 Tauben seien erlegt worden. Die Jagd auf Hasen und Rebhühner sei nicht erfolgt. Davon gebe es einfach zu wenige. Und er hoffe, dass es zwischen den Eisdorfer Bürgern und den Jägern weiterhin ein gutes Miteinander geben wird. „Lasst uns reden, wenn was nicht klappt".

Bernd Harenkamp – Mitjäger im Revier Eisdorf Nord – bedankte sich für die gute Zusammenarbeit in dem zurückliegenden Jahr. Vorstand und Landwirte hätten immer hilfreich zur Seite gestanden. Die Wildschäden seien auch sehr gering gewesen. Geschossen wurden dagegen zehn Sauen, acht Rehböcke sowie drei weibliche Rehe, sechs Füchse, zwei Waschbären und acht Krähen/Elstern. Allerdings müssten auch drei Hasen und zwei Dachse als Fallwild mit aufgeführt werden.

Und er bat darum, den Mittelweg im Bereich Stahlhütte als Ruhezone für das Wild zu akzeptieren und nicht über die Liesenbrücke an der ehemaligen Stahlhütte vorbei mit dem Auto dort reinzufahren. Übrigens werde man auch die Nachtwanderung des TSC Eisdorf in diesem Jahr begleiten.

Bei den anstehenden Wahlen gab es übrigens keine Änderungen.

WAHLEN

  • Zweiter Vorsitzender: Christian Brakebusch
  • Schriftführer: Bodo Ehrenberg