Eisdorf (pb). Als feststand, dass der Verein Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen und die Schüttenhoff-Chargierten 2009 zusammen mit den Theater- und Kulturgruppen der Gemeinde die zweite Eisdorfer Nacht steigen lassen wollten, dauerte es keine halbe Stunde und alle Karten waren vergriffen. Abnehmer waren übrigens nicht ausnahmslos Eisdorfer und Willensener, so manch ein unbekanntes, aber nicht minder interessiertes und fasziniertes, Gesicht war in dieser Nacht ebenfalls im Sport- und Kulturzentrum zu sehen.

Für einen wahren Highlight-Regen sorgten insgesamt etwa 60 Akteure, die sich aus den Gruppen des neu gegründeten Chores „Chorios", des „Rumpelteams", den Tänzerinnen von „Wild `n Free", der Theatergruppe St. Georg und „Crazy Men" zusammensetzten. Sie entführten in die bunte und viel sagende Welt des Musicals, der Oldies, der bissigen Satire, der „schlüpfrigen" Comedy und des atemberaubenden Tanzes. 

Bevor aber die Show begann, hießen erst einmal die beiden Schützenmeister, Thomas und Michael Rath sowie die „Chorios" alle sehr galant und charmant willkommen. In ihren Begrüßungsworten erinnerten die Chargierten daran, dass auch der Erlös der zweiten Eisdorfer Nacht dazu verwendet werde, dass der vom 12. bis 14. Juni 2009 ausgerichtete Schüttenhoff allerbest über die Bühne gehen wird.

Dann faszinierten die wohlproportionierten Mädchen von „Wild `n Free" mit ihrem ersten Tanz und machten neugierig auf den zweiten Auftritt zu fortgeschrittener Stunde. „Crazy Men" begaben sich als Phantome der Oper auf schlüpfrige, recht heiße Wege, welche der Phantasie keine Grenzen setzten. Denn sie ließen nicht nur die „Glocken von Rom" hell erklingen. Jürgen Lagershausen war außerdem in die Rolle einer sexy Blondine geschlüpft.

Apropos geschlüpft: Die Theatergruppe brachte „ABBAS" Musical „Mama Mia" ausschnittweise auf die Bühne, welche der „Pastor" dazu nutzte, nicht nur Bein zu zeigen, sondern sich auch an selbigen kratzen zu lassen. Nicht minder pfiffig und spritzig war der zweite Auftritt, in dem der Schlossherr „Rocky" mit Leben erfüllt wurde.

Tiefe Einblicke in drei Mülltonnen gewährte dann das fast noch jungfräuliche „Rumpelteam" mit seiner Show. Aus Schweinen wurden Politiker, während der struppige Hauptakteur sich und seinem Outfit treu blieb, was ihm und seinem Team eine Zugabe einbrachte. „Crazy Men" wiederum entführten nicht nur mit Songs, sondern auch mittels Kostümen und Schminke in die Hitliste der alten, aber längst nicht vergessen Zeit.

Die vielen Gäste, zu denen auch Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann, Eisdorfs Bürgermeisterin Petra Pinnecke und ihr Vorgänger Herbert Lohrberg gehörten, durften aber nicht „nur" zuschauen und zuhören oder mit wahren Beifallsstürmen ihre Begeisterung kundtun, sondern auch die Tanzfläche in Beschlag nehmen, wovon übrigens großer Gebrauch gemacht wurde. Dass man sich da auch mal aus Versehen auf die Füße trat, war schnell verziehen. Für den richtigen Sound sorgte bis in die frühen Morgenstunden übrigens kein anderer, als DJ Braki.

Fotos: Bordfeld