Eisdorf (pb). Ein uraltes, aber intaktes Radio fand ebenso einen neuen Besitzer, wie eine Schaukel für den Garten, Holzspielzeug fast aller Größen und Bücher. Mitzuerleben war dieses bunte Treiben auf dem Flohmarkt, für den die Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen (DoLeWo) sowie der Heimat- und Geschichtsverein bereits zum zweiten Mal das Mitteldorf für einen Tag zur Fußgängerzone erklärte.

Und nicht „nur“ unendlich viele Bürger aus Eisdorf und Willensen nutzten die Gelegenheit, feilgebotene, gut erhaltene und brauchbare Flohmarktartikel nicht selten mit einem zur Zufriedenheit beider Seiten ausgehandelten Preis zu erwerben. Es gab aber nicht ausnahmslos Trödel aus allen Bereichen des Alltags, sondern auch viel Sehenswertes.

Zum einen hatte die Heimatstube geöffnet und lud zu den verschiedenen Zeitreisen ein, zum anderen gewährten Mitglieder einer Frauengruppe, die sich den Klöppelarbeiten verschrieben hat, im alten Gemeindebüro Einblicke in fertige Werke und in die Technik. So zeigten sie beispielsweise auf, dass bei diesen Arbeiten keine Knoten in die Finger zu bekommen sind, und dass Frau dabei sehr entspannen und zur Ruhe kommen kann.

Und da war Enrico Gut, der zwar in Eisdorf wohnt, aber ihn Bochum die Techniken des air-brush studiert. Wenn er fertig ist, ist ein Diplom air-brush-Designer. Er gab Einblicke in die fast zauberhaften Möglichkeiten auf Karton, Leinen oder seinem Auto Bilder zu „sprühen“ oder auch auf Wunsch Tattoos auf den Arme, die Schulter oder das Bein zu sprühen. Der Vorteil dieser kleinen Arbeiten ist, dass sie nicht ein Leben lang halten, sondern nach etwa einer Woche verschwunden sind.

Und dann wurde sich auch um das leibliche Wohl gesorgt. Es gab Käsespezialitäten ebenso wie leckere Fischbrötchen und eine deftige Gulaschsuppe, der Kuchen am Nachmittag fehlte ebenso wenig wie kalte Getränke und Kaffee.

Es fehlte aber auch nicht die Freiwillige Feuerwehr Eisdorf, die sich und ihre Arbeit vorstellte und junge Interessenten auch mal erlaubte, sich als „Löschmeister“ zu versuchen. Das Highlight dürfte aber die Drehleiter gewesen sein, die von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund als Ausstellungsstück zur Verfügung gestellt wurde.

Die beiden Veranstalter waren über die sehr gute Beteiligung erfreut und planen bereits jetzt für 2011 den nächsten Flohmarkt.