Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz) • Landkreis Göttingen

140 Jahre Männerchor in Eisdorf – Konzert war Werbung für den Chorgesang


Der MTGV „Concordia“ feierte den  140- jährigen Geburtstag des Männerchorgesangs in Eisdorf. Fotos: Sablotny

Eisdorf (sab). „Das Gedeihen, die Leistung und Bedeutung eines Chores stehen und fallen mit der Persönlichkeit und Fähigkeit seines jeweiligen Chorleiters und der Einsatzfreudigkeit, der Begabung und dem Zusammenhalt seiner Mitglieder“. Diese Worte standen zum Anfang eines geschichtlichen Rückblicks zur 140-jährigen Geschichte des Eisdorfer Männergesangvereins. Der MTGV-Vorsitzende Günter Apel erinnerte am vergangenen Sonntag in der St. Georgkirche an die Geschichte des Eisdorfer Männerchores. Bewusst verzichtete er auf einen  langen geschichtlichen Rückblick, sondern verwies auf die schriftliche Chronik. Das „Musikalische“ wurde in den Vordergrund gestellt. Und das, was zu hören und zu sehen war, erwies sich als Werbung für den Chorgesang. Erstaunt stellten die Gäste fest, dass nicht etwa „angestaubtes“ Liedgut zu hören war, sondern modernere Töne, die sich u. a. in den Bereich des Schlagers und der internationale Hits einordnen ließen.

Aber erst einmal erklangen klassische Töne. Zur Begrüßung war der MTGV „Concordia“ Eisdorf unter der Leitung von Hilmar Merkel mit dem Chorsatz „Ich bete an die Macht der Liebe“ von D. Bortniansky zu hören. Ein Lied, dass aus dem klassischen Repertoire der  Gesangvereine nicht wegzudenken ist.

Besondere Gäste konnte Günter Apel begrüßen, darunter Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann mit Gattin und Eisdorfs Bürgermeisterin Petra Pinnecke.

„Bunt“ wurde es danach. „Kleine Gäste“ aus Badenhausen Badenhausen, vereint als Kinderchor „Die Eichhörnchen“ unter Leitung von Bettina Mönnig sorgten für lockere Stimmung. „Sing al together“, ein Kanon von Thord Gummesson war zu hören. Die Überraschung gelang, auch die Männer des MTGV mussten mitsingen und ihr Können – und das ohne Üben – beweisen. Es klappte, starker Beifall war zu hören. Moderne Melodien, a. u. der „Schwalbentanzflugtanz“ und „Shalala“ gefielen ebenfalls.

Das ein Posaunenchor auch moderne Stücke spielen kann, erwies sich ebenfalls. Peter Dittelbach ließ sie mit seinen Akteuren hören.  „Swanne River“, ein nordamerikanisches Stück, gehörte dazu. Unvergessen und immer noch sehr beliebt: „Yesterday“, der Beatle-Song von John Lennon und Paul Mc. Cartney. Und das auf den Posauen gespielt, war sicherlich einer der Höhepunkte des Konzertes.

An diesen Erfolg schloss sich „CHORios“, der Frauenchor unter Leitung von Astrid Bierhance an.  „Yesterday“ war ebenfalls zu hören, und das in bester Harmonie. „Ein Stern, der deinen Namen trägt“, die „Fanfare“ und der mit viel Beifall bedachte Chorsatz „Gabriellas Sang“  bewiesen, dass auch die  modernren Töne gefallen und Zustimmung erhalten.

Und weiter ging es mit dem Posaunenchor, dem Singkreis Eisdorf und dem MTGV „Concordia“. „Bunt sind schon die Wälder“, unter dem Erntedankkranz sang der Singkreis unter Leitung von Ute Rorig dieses schöne Volkslied. Michael Stein war es, der das Konzert mehrmals mit Orgelmusik bereicherte. Für den krönenden Abschluss des Konzertes sorgte zweifellos der Männerchor. „Wenn ich ein Glöcklein wär“, bekannt auch durch das „Ave Maria“, erhielt den stärksten Beifall.

„Wir machen uns um den Chorgesang in Eisdorf keine Sorgen, wir geben unsere Stimmen an die Jüngeren weiter“, so Günter Apel, der sich darüber freute, das so viele jüngere Sängerinnen mitwirkten. „Kein schöner Land in dieser Zeit“, gemeinsam wurde dieses Volkslied zum Abschluss des gelungenen Konzertes gesungen.

„Für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in unserem Dorf ist der MTGV „Concordia“ im Verlauf der nunmehr 140- jährigen Geschichte zu einem wichtigen und nicht wegzudenkenden Faktor geworden“, war an anderer Stelle zu hören. Bei der gemeinsamen Kaffeetafel im Ev. Gemeindehaus, bei dem der MTGV „Concordia“ nochmals ein Ständchen gab, wurde das erneut erwähnt. „Möge der Chorgesang in Eisdorf, in welcher Form auch immer, noch lange Bestand haben“, so die besten Wünsche von Günter Apel zum Abschluss der des „140-jährigen Geburtstages“.


Die Posaunenchor Eisdorf gratuliert auf seine Art und Weise.


„Die Eichhörnchen“ sorgten für eine Überraschung. Die Männer mussten für die „Begleitung“ sorgen.


„CHORios“, der Frauenchor ist für seine modernen Darbietungen bekannt.


Ute Rorig, Singkreis Eisdorf, dirigierte das alte Volkslied „Bunt sind schon die Wälder“

Fotos: Sablotny