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Der gewählte Vorstand mit dem verabschiedeten Willi Hellmold. Foto: Petra Bordfeld

Der erste Vorsitzende der Dorfgemeinschaft „Leben und Wohnen in Eisdorf“ (DoLeWo), Herbert Lohrberg, eröffnete die überaus gut besuchte Jahreshauptversammlung mit einem poetischen Vergleich. In dem von ihm zitierten Gedicht geht es um einen Jungen, der auf den Strand gespülte Seesterne wieder in die rettenden Wellen des Meeres wirft. So ähnlich sehe er auch die Aktionen der DoLeWo, die sie im zurückliegenden Jahr für die Allgemeinheit in Eisdorf und Willensen auf die Beine gestellt hatte.

Zusammen mit seinem Stellvertreter, Joannis Hondrogiannis, ließ er die „Seesterne“ Revue passieren. Schwerpunktunterfangen sei die Suche nach einem Gebäude gewesen, welches sich als Zentrallager für die Vereine und Verbände der Ortschaften eigne. Der erste Anlauf, der Umbau des ehemaligen Toilettenhäuschens der Grundschule Eisdorf, musste allerdings aus verschiedenen Gründen zu den Akten gelegt werden. Der Vorstand begab sich weiter auf Suche und wurde im Klappenweg fündig. Dort steht eine 1965 errichtete, etwa 100 m² große Scheune, auf einem etwa 500 m² großen, unerschlossenen Grundstück. Die Versammlungsteilnehmer entschieden einstimmig, dass dieses Gebäude erworben werden soll. Übrigens hat der Ortsrat Eisdorf bereits 1000 € dafür bereitgestellt.

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Das zweite Highlight war der Erwerb eines vereinseigenen Treckers, der ein überaus funktionsfähiger Oldtimer ist. Jetzt soll diese Schmuckstück noch ein neues Verdeck erhalten, damit nicht nur die Gäste auf dem Planwagen im Trockenen sitzen, sondern auch der Treckerfahrer. Lohrberg ließ es sich nicht nehmen, Hartmut Schmidt zu danken, dass er bis zum Erwerb des neuen alten Treckers, seine Zugmaschine zur Verfügung gestellt und gelenkt hatte.

Aber auch die anderen Aktionen seien sehr erfolgreich gewesen. So sei der auf Initiative der Dorfmoderatoren ausgerichtete Dämmerschoppen zum Motto „Besenwirtschaft“ auf ebenso großes Interesse gestoßen, wie die Planwagenfahrt zum Harzhorn. Die Ferienpassaktion, die mittels Trecker und Planwagen ins Düderoder Schwimmbad führte, kam bei den Kindern so groß an, dass sie in diesem Jahr am 16. Juli wiederholt wird. Die Eisdorfer Nacht, für welche die Karten in kürzester Zeit im Vorverkauf vergriffen waren, sollte sich auch wieder als fantastische Fete präsentieren.

Der erste Eisdorfer Dorfmarkt war ebenso erfolgreich, wie der Flohmarkt und das Frühstück unter den Eichen. Alles wird in diesem Jahr, am 17. Mai, 14. September und 11. August, ebenfalls stattfinden.

Unter den Eichen wird sich aber schon einen Tag vor dem Frühstück einiges abspielen, so die Eisdorfer Vereine und Verbände mitmachen. Herbert Lohrberg erklärte das „Vorprogramm“, welche am Samstag, 10. August, Premiere haben soll. Es soll nämlich ein Familienfest werden, um so alle Altersklassen anzusprechen. Wenn alle mitmachen, könnte ein Eisdorfer Fünfkampf ausgerichtet werden.

Im gut gefüllten Kultur- und Sportzentrum legte der erste Vorsitzende aber auch die Planung zweier Arbeitskreise vor. Der erste soll sich mit der Erstellung eins Backbuches befassen. Wer noch interessante Rezepte hat, sollte die Astrid Koch weiterreichen, damit aus dem Vorhaben auch wirklich ein Buch werden kann.

Aber auch das Thema „ärztliche Versorgung in der Zukunft“ sei sehr wichtig. Ab dem kommenden Jahr müssten Studenten nicht nach, sondern während des Medizinstudiums ein Praktikum ablegen. Deswegen habe er schon mit den ortsansässigen Medizinern gesprochen. Jetzt gelte es für den zweiten Arbeitskreis, ein Programm zu erarbeiten, welches Eisdorf für Studenten interessant macht. Wenn das alles festgeschrieben ist, müssten entsprechende Flyer an der Uni Göttingen verteilt werden.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke ließ es sich nicht nehmen, sich mit einem Wilhelm-Busch-Zitat zu Wort zu melden: „Es ist ein lobenswerter Brauch: Wer was Gutes bekommt, der bedankt sich auch“. Sie dankte DoLeWo für alles, was ihre Mitglieder auf die Beine gestellt hat.

Bevor dann die Vorstandswahlen in Angriff genommen wurden. Ließ es sich Herbert Lohrberg nicht nehmen, Willi Hellmold mit Dankesworten zu verabschieden. Denn er hatte die Aufgabe des Gerätewartes immer ehrenvoll ausgeübt. pb

WAHLEN

  • Zweiter Vorsitzender: Joannis Hondrogiannis
  • Kassenwart: Jan Vollrath
  • Beisitzer: Astrid Koch, Petra Borchers, Hartmut Schmidt, Erich Diener, Thorsten Rohrmann, Dirk Grünewald und Werner Heilemann
  • Kassenprüfer: Michael Lehmann