Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

Erster Spatenstich im Mühlenbeu vermutlich im Oktober

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Das Richtfest für den Anbau der Kindertagesstätte St. Georg in Eisdorf wird bald stattfinden. Foto: Petra Bordfeld

Zwei wichtige Bauprojekte standen im Mittelpunt der Sitzung des Eisdorfer Ortsrates: Während das Richtfest für den Anbau für Krippenplätze in der Kindertagesstätte St. Georg voraussichtlich am kommenden Dienstag, 4. September, gefeiert wird, dürfte der erste Spatenstich für den Ausbau des Mühlenbeus im Oktober erfolgen, welcher im September 2019 fertiggestellt sein soll. Für beide Maßnahmen muss die Gemeinde Bad Grund übrigens mehr Geld in die Hand nehmen als geplant, so Bürgermeister Harald Dietzmann.

In seinem Sachstandsbericht machte er deutlich, dass diese Baumaßnahme „Mühlenbeu“ hätte zweimal ausgeschrieben werden müssen, weil sich beim ersten Mal im Frühjahr keine Baufirma gemeldet habe. Zu dem Zeitpunkt sei man noch von einem Gesamtvolumen in Höhe von rd. 780 000 € ausgegangen. Bei der zweiten Ausschreibung hätten zwei Firmen Interesse angemeldet und auch Angebote abgegeben, das günstigste liege allerdings bei 810 000 €. Unter Einbeziehung der Ingenieurhonorare werde mit einer voraussichtlichen Gesamtsumme von 920 000 € zu rechnen sein. Die knapp 20 %ige Steigerung begründe sich im Wesentlichen durch höhere Entsorgungskosten des Bodenaushubs, höhere Arbeits- und Materialkosten.

Diese Erhöhung wirke sich leider auch in ähnlicher Größenordnung auf die Anlieger und die von ihnen aufzubringenden Straßenausbaubeiträge aus, so Dietzmann weiter. Er machte anhand von Vergleichszahlen deutlich, dass der den Anliegern bereits bekannte durchschnittliche Anliegerbeitrag je Grundstück von 4 500 € auf  rund 5 400 € ansteigen werde. Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass es kleinere Grundstücke mit geringeren Beiträgen ebenso gibt, wie größere mit höheren Beiträgen. Jedes einzelne müsste betrachtet werden. Wer zu dem Thema Fragen hat, der sollte sich an Fred Langner (Telefon 05327-58144) wenden.

In jedem Fall werde sich die  Gemeinde bemühen, weitere Fördermittel „Dorferneuerung“  vom Amt für Regionale Landesentwicklung zu erhalten. „Ich will keine Hoffnung wecken, weil es schwierig werden wird. Wir werden uns aber bemühen, für die Anliegerschaft und die Gemeinde Belastungsreduzierungen durch einen erhöhten Zuschuss zu erreichen“. In dem Zusammenhang ließ der Bürgermeister auch nicht unerwähnt, dass die Gemeinde in Erwägung ziehen werde, Stundungsanträge wohlwollend zu beurteilen und angemessene Stundungszinsen zu berechnen.

In jedem Fall stehe die Auftragserteilung alsbald an, und der Bau dürfte voraussichtlich im Oktober beginnen. In jedem Fall zeigte sich der gesamte Ortsrat sehr zufrieden damit, dass endlich der Startschuss im Mühlenbeu fallen wird.

Auf den Krippenanbau zu sprechen kommend, ließ Dietzmann durchblicken, dass der Rohbau fertig ist. Zz. würden die Kanalanschlussarbeiten durchgeführt und das Holzmaterial für den Dachstuhl geliefert. Im Prinzip seien alle Gewerke beauftragt worden, ausgenommen seien bloß Maler- und Fußbodenarbeiten. Die baubehördliche Abnahme des Gebäudes soll Anfang November über die Bühne gehen. Die Baukostenerhöhung von knapp 20 000 € könne im laufenden Haushalt über sogenannte KIP 1-Mittel - Kommunales Investitionsförderungsprogramm - abgefangen werden.

Nicht unerwähnt ließ Harald Dietzmann auch den für das Sport- und Kulturzentrum (KuSZ) inzwischen eingereichten Bauantrag, der nach der Genehmigung Übernachtungen von Vereinen ebenso ermöglicht, wie den Basar des Fördervereins der Kindertagesstätte St. Georg.

Aber auch Ortsbürgermeister Petra Pinnecke wusste viel Eindrucksvolles zu berichten.

Ein Thema waren mal wieder die Altkleider-Container, welche in der Frankfurter Straße neben der Peinemannschen Scheune stehen. Die Kürzlich „abgefackelten“ überdimensionalen Aufbewahrungskisten sind mittlerweile durch neue ersetzt worden. Am schönsten wäre allerdings, wenn dort keine mehr stünden, darin waren sich alle Ortsratsmitglieder einig. Denn der Verein Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen in Eisdorf (DoLeWo) möchte dort eine Sitzbank aufstellen. Und genau die mache sich dort besser, als die Container, die aber erst umgestellt werden können, wenn ein anderer, akzeptabler Platz gefunden ist.

Nicht mit Feuer, sondern mit Gewalt sind eine Bank und ein Tisch vor dem Jugendtraum Eisdorf zerstört worden.

Auch, wenn er nicht zerstört ist, wird er gerne übersehen: der Zebrastreifen in der Frankfurter Straße. Immer wieder überqueren PKW und LKW ihn zu schnell. Genau das wollten Mitarbeiter des Landkreises mittels Messgerät festhalten, aber nicht einer ging ihnen ins Netz. Harald Dietzmann versprach, dass er sich mit der Verkehrswacht in Verbindung setzte werde, damit die Geschwindigkeit anzeigende Tafel endlich mal wieder aufgestellt wird.

Eine Ampel ist nach Auffassung des Ortsrates zwar sehr wünschenswert, aber aufgrund der Auflagen nicht zu verwirklichen. Auch die „blinde“ Ampel, die am Zentrastreifen im Bereich von Grundschule und Kindergarten in Lasfelde zu sehen ist, müsste mit Sicherheit aus eigener Tasche bezahlt werden, und soviel befände sich darin nun wirklich nicht. Bei der nächsten Verkehrsschau will Petra Pinnecke auf dieses Problem noch einmal aufmerksam machen, vielleicht tut sich dann eine Idee auf, die bislang übersehen wurde.

Gut voran ist es mit dem E-Carsharing Projekt gegangen. Nach einer arbeits- und ideenreichen Zeit ist es laut der Ortsbürgermeisterin abgeschlossen und auf den Weg zum Landkreis Göttingen. Sie wünschte dem Arbeitskreis, dass Fortuna auf seiner Seite sein möge und so ein guter Preis für das Konzept herauskommt.

Abschließend ging es um zwei Schilder. Das ein darf nicht so groß sein, und sollte auf dem anonymen Teil des Friedhofs die Namen deren aufzählen, die dort ihre letzte Ruhe gefunden haben. Das zweite ist sehr viel größer und müsste, an der Eisdorfer Straße angebracht, den richtigen Weg zum Festplatz weisen. Beide Überlegungen werden in den zuständigen Stellen besprochen und wohl auch realisiert. pb

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