Eisdorf/Willensen (pb). Während der jüngsten Eisdorfer Ratssitzung ließ der stellvertretende Bürgermeister, Frank Brakebusch, im Namen des zurückgetretenen Bürgermeisters, Herbert Lohrberg, unter anderem durchblicken, dass immer noch nicht fest stünde, wann die Einwohner der Gemeinde im Internet auf DSL zurückgreifen könnten.

Die Telekom halte sich noch immer recht bedeckt. Sie habe nur durchblicken lassen, dass eine derartige – der Zeit angemessene – Vernetzung etwa 245 000 Euro koste. Das wiederum bedeute allein für die Ortschaft Eisdorf, dass 297 Neukunden gefunden werden müssten, um diese Summe finanzieren zu können. Allerdings, so Brakebusch weiter, habe der Kreis Osterode auch schon seine finanziellen Fühler in Richtung DSL ausgestreckt. Es bleibe also nichts anderes übrig, als abzuwarten, was bei erneuten Verhandlungen mit der Telekom rauskomme.

Zu dem Thema betonte auch Gemeindedirektor Harald Dietzmann, dass die Telekom die finanziellen Lasten und das Risiko auf die Gemeinde abwälzen wolle. Der Landkreis suche jetzt nach Möglichkeiten, sich des Themas kreisweit anzunehmen und nach Fördermöglichkeiten zu suchen. Denn auch in Eisdorf und anderen Gemeinden im Landkreis dürfe DSL kein Traum bleiben.

Frank Brakebusch betonte weiter, dass der Gehweg seitlich des Sport- und Kulturzentrums im Werden sei. Sowie die Mittel im Haushalt festgelegt seien, könne mit der Pflasterung begonnen werden, damit die Gäste nicht bei Wind und Wetter über eine Rasenfläche gehen müssten, sondern trockenen und sauberen Fußes das Gebäude betreten könnten.

Dietzmann wiederum teilte mit, dass die Ortschaft Eisdorf zu dem glücklichen Dutzend der bundesweiten Modellkommunen gehöre, die in das besondere Dorferneuerungsprogramm 2008 „Modellprojekte zur Umnutzung landwirtschaftlicher Altgebäude und Hofanlagen“ aufgenommen worden seien. Im Modellprojekt wollen sich die Gemeinden gemeinsam mit den Ämtern für Landentwicklung und wissenschaftlicher Begleitung durch die Leibniz-Uni Hannover der Leerstandsproblematik widmen. Damit dieses Projekt, welches aufgrund der bislang einzigartigen Zielsetzung landesweite Bedeutung habe, auch auf fruchtbaren Boden fallen könne, sei die intensive Mitwirkung der Eisdorfer Bevölkerung unverzichtbar.