Die geehrten Sportlerinnen und Sportler. Foto: Bordfeld

Eisdorf (pb). "Ich denke, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein", mit diesem Zitat des Dalai Lama begrüßte Eisdorfs Bürgermeisterin, Petra Pinnecke, alle Gäste des bereits 19. Neujahrsempfangs, der zum dritten Mal im Kultur- und Sportzentrum in Eisdorf durchgeführt wurde. Bevor sie aber ans Mikrophon trat hatte Pastor Jens Kertess mit musikalischer Unterstützung von Michael Stein, der ein Keyboard gekonnt zur Orgel umfunktioniert hatte, zur liturgischen Feier gebeten, und die Ortschronistin Diana Borchers ließ das Jahr 2009 sowie seine kleinen und großen Ereignisse Revue passieren. Der Höhepunkt dieses Vormittages war aber wieder die Ehrung der Sportler und deren Leistungen.

Bevor diese von den beiden stellvertretenden Bürgermeistern Hartmuth Nienstedt und Frank Brakebusch vollzogen wurde, kam Petra Pinnecke noch einmal auf das Glück zu sprechen, über das sich natürlich auch trefflich philosophieren ließe. Und wenn man Philosophen, Priester, Ideologen und Lebemenschen befrage, erhalte man ganz unterschiedliche Antworten. Allen gemeinsam sei allerdings die Vorstellung eines sehr angenehmen Gefühlszustandes. Unterschiede bestünden nur in den Rezepten, wie sich dieser erreichen lässt. Hans im Glück sei beispielsweise in dem Moment glücklich gewesen, als er frei von allem Besitz und allen Belastungen gewesen sei, die für andere Menschen erst die Gründe zum angeblichen Glück darstellten. Sie mahnte an, dass sich vielleicht jeder Einzelne kurz bewusst machen sollte, welch großes Glück es für ihn sei, in Frieden und Sicherheit zu leben.
Auf die Sportlerehrung zu sprechen kommend, zitierte sie Friedrich Ludwig-Jahn, der einmal schrieb: “Man trägt ein göttliches Gefühl in der Brust, wenn man erst weiß, dass man etwas kann, wenn man nur will.“ Sie sei sich sicher, dass alle Sportlerinnen und Sportler stets ihr Bestes gegeben hätten und über das Erreichte glücklich seien.

Auch im zurückliegenden Jahr seien aus Eisdorf Europameister, Deutsche Meister, Teilnehmer an Deutschen Meisterschaften, Landesmeister, Kreismeister und Kreisvizemeister hervorgegangen. Diese enormen Leistungen seien von einzelnen Sportlern und Sportlerinnen sowie im Team in der Dressur, beim Laufen, Springen, Kugelstoßen, Schlagball, Diskus, Geräteturnen, Schießen, Speerwurf und im Fußball sowie im Sportstacking erreicht worden. In letzterem sei sogar eine Euromeisterschaft gewonnen worden. Hartmuth Nienstedt meinte schmunzelnd zu diesem Erfolg, dann müsste doch auch mal eine Europameisterschaft in dieser Sportart in Eisdorf ausgerichtet werden.

Die Bürgermeisterin verwies aber darauf, dass derartige Triumphe nur erreicht werden könnten, wenn  die erforderlichen Trainingsanlagen vorhanden seien, und sich freiwillige Trainer bereit erklärten, den Sportlern zum Erfolg zu verhelfen. In diesem Jahr werde sich übrigens die Gemeinde trotz knapper Kassen besonders um die Laufbahn auf dem Sportplatz kümmern.

Die Sprecherin wies weiter auf den unermüdlichen Einsatz freiwilliger Übungsleiter hin. Solch ein Engagement sei  gerade  im Bereich der Jugendarbeit unbezahlbar, leisteten sie doch beste Präventionsarbeit.

Dann überlies die ihren beiden Vertretern das Rednerpult, die an weit über 100 Sportlerinnen und Sportler Urkunden, Gutscheine oder das Eisdorfer Glas – verbunden mit launigen Worten der Anerkennung – überreichten.

Im Anschluss schaute Petra Pinnecke auf das noch nicht ganz einen Monat alte Jahr. Der Rat und die Einwohnerschaft von Eisdorf und Willensen seien weiterhin gefragt, sich mit den Dorferneuerungen in beiden Gemeinden auseinander zu setzen. Beide Arbeitskreise hätten in vielen Stunden ihre Köpfe darüber zerbrochen wie die Gemeinde noch schöner werden kann.

Sie sprach aber nicht nur den Mitgliedern der Arbeitskreise ein großes Dankeschön aus, sondern auch den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich seit vielen Jahren freiwillig und ehrenamtlich für das Gemeinwohl in der Gemeinde engagieren. „Sie setzen ihre Freizeit oder auch private finanzielle Mittel ein, um dafür zu sorgen, dass wir alle uns in unserer Gemeinde wohl fühlen“.

Und sie erinnerte an eine weitere Angelegenheit, die für die Gemeinde ein „Glücksfall“ sei. Es sei Pastor Jens Kertess, dessen Bleiben in Eisdorf nicht nur dem Glück zu verdanken sei, sondern vor allem auch dem Kirchenvorstand und dem Verein „Die Kirche bleibt im Dorf“ sowie natürlich der gesamten Einwohnerschaft. Bis Ende 2011 werde er in Eisdorf/Willensen bleiben. Sie wisse auch, dass er sich in dieser Zeit einiges vorgenommen habe. So werde er beispielsweise das Thema Armut in der Gemeinde weiterhin behandeln, und auch der Jugendarbeit wolle er sich gemeinsam mit der Gemeinde und Vereinen und Verbände annehmen. „Wir beide haben auch etwas gemeinsam: unsere Amtszeit läuft 2011 ab. Das ist aber kein Problem: wir arbeiten auf eine Verlängerung hin!“