Bericht aus der Ratssitzung

Eisdorf (pb). Während der Sitzung des Ortsrates Eisdorf, die im Dorfgemeinschaftshaus in Willensen statt fand, meldeten sich auch Zuhörer zu Wort und wiesen noch einmal auf die große Problematik hin, welche entsteht, wenn Autofahrer von der Frankfurter Straße in den Gartenweg einbiegen und dabei nicht vom Gas gehen. Nicht selten sei es ein mutiger Sprung zur Seite, um einen Unfall - wie übrigens im November letzten Jahres geschehen - zu umgehen. Bürgermeisterin Petra Pinnecke versicherte, dass sich der gesamte Rat nicht „nur“ Gedanken um eine Lösung gemacht, sondern auch das Gespräch mit dem Straßenverkehrsamt gesucht habe. Der Leiter dieser Institution, Eckart Bündge, habe sich auch schon vor Ort informiert und die Überlegung angestellt, mit einen "Berliner Kissen" als Bremsschwelle oder einem helleren Licht für die Straßenlaterne Abhilfe schaffen zu können. Die Kosten für diese Maßnahmen werden zurzeit ermittelt.

Petra Pinnecke ging aber eingangs in ihrem Bericht auf die Dorferneuerung Eisdorf und Willsensen ein. In erstgenannter Gemeinde seien unter anderem die Vorstände des Sozialverbandes, des DRK, des Arbeitskreises „Ältere Generation“ eingeladen worden, damit noch etwas Werbung für das Modellprojekt gemacht werden könne. Ansprechpartner sollten hier überwiegend die älteren Menschen sein.

In Willensen habe bereits das Plananerkennungsgespräch mit dem Amt für Landentwicklung (GLL) stattgefunden, wobei die GLL den Plan mit seiner Prioritätenliste anerkannt habe.

Auf das Thema „Winterdienst“ kam sie auch zu sprechen, denn einige Einwohner aus Eisdorf und Willensen hätten sich über schlechte Räumung beschwert. Sowohl die Ratsherren, als auch sie persönlich hätten dies zur Kenntnis genommen, und würden diese Beschwerden mit  Arbeitskreis Winterdienst nehmen.

Jürgen Beck, stellvertretender Gemeindedirektor, versicherte zu dem Punkt, dass sich der Bau- und Umweltausschuss während seiner nächsten Sitzung damit befassen werde.

Dann teilte er mit, dass die Brücken in Eisdorf durch die DEKRA-Industrial Saarbrücken überprüft worden seien, die zu dem Beschluss gekommen sei, dass kein Sanierungsbedarf bestünde.

Folgende Bewertungen seien vergeben worden: Die Straßenbrücke über die Söse „Sandbucht“ Mühlenbeu/Uferstraße 8 und die Fußgängerbrücke über die Söse, Bereich Sösewinkel/Uferstraße 24/26 hätten aufgrund des befriedigenden Bauwerkzustandes die Zustandsnote 2 erhalten. Nur 0,3 Punkte schlechter habe die Straßenbrücke über Mühlengraben „Mühlenbeu/Sandbucht“ Mühlenbeu 16 abgeschnitten, was übrigens auch für die Fußgängerbrücke über Liese-Markau (ehemaliger Bereich der Absitzbecken an der Söse) gelte. Die Fußgängerbrücke über Mühlengraben Höhe Mühlenbeu 8 bis 10 wiederum habe die Zustandnote 1,9 erhalten, weil ihr Bauwerkszustand gut sei. Ebenso bewertet sei die Straßenbrücke über Mühlengraben, Mühlenbeu, zwischen Frankfurter Straße 62/64 worden, sie habe sogar die Zustandnote 1,8 erhalten. Für das Anlegen der Brückenbücher und die Hauptprüfungen seien im Jahr 2009 übrigens Kosten in Höhe von gut 3.400  entstanden.

Zu der Einwohnerzahl in Eisdorf teilte Beck mit, dass diese um fünf Personen auf 1.769 gesunken sei. Die Bevölkerungszahl der Samtgemeinde Bad Grund sei allerdings um 117 auf 9.100 „geschrumpft“.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde einstimmig beschlossen, dass die Erschließungsstraße „Auf der Trift“ in der Gemarkung Willensen, Flur 4, Flurstücke 2/5 und 38/1 teilweise (einschließlich zugehörigem Seitenraum) als Gemeindestraße für den öffentlichen Verkehr gewidmet  werden soll. Ebenso ein stimmig fiel der Beschluss,  dass die Entscheidung über die Annahme oder Vermittlung von Zuwendungen im Sinne von über 100 Euro bis höchstens 2.000 Euro dem Verwaltungsausschuss übertragen wird. Dem zuständigen Organ sei vierteljährlich eine Aufstellung, aus welcher der Geber, die Zuwendungshöhe und der Zuwendungszweck hervor geht, zur Entscheidung vorzulegen.

Zur Dorferneuerung Willensen sprachen sich die Ratsherren nach  kurzer Diskussion einstimmig dafür aus, im Rahmen der Dorferneuerung entsprechend der Festlegungen der Prioritätenliste folgende Maßnahmen durchzuführen:

So soll im Dorfgemeinschaftshaus neben der Wärmedämmung auch die Giebelverblendung, der Anstrich, der Eingang Süd über die Brücke in Angriff genommen werden. Gleiches müsse auch für die Verbesserung der Akustik im Innenbereich sowie für die Erneuerung und den  Ausbau der fußläufigen Verbindung zum Neubaugebiet „Trift“ gelten.

Außerdem sollte östlich an der Fissekenstraße ein Parkplatz angelegt werden, der auch einen vernünftigen Fußweg zwischen den PKW-Einstellplätzen und dem DGH erhalten müsse. Weiter benötige der Bolzplatz einen neuen Ballfangzaun und die Berliner Straße streckenweise einen neuen Straßenbelag. Und in der Hammenser Straße gelte es unter anderem, die Kreuzung Bergteile/Hammenser Straße umzugestalten.