Eisdorf (pb). Beim bereits 17. Neujahrsempfang der Gemeinde Eisdorf gab es gleich zwei Premieren. Zum einen waren dazu nicht „nur“ die für ihre sportlichen und ehrenamtlichen Verdienste zu würdigenden Bürger, sondern alle Einwohner geladen. Zum anderen fand dieser festliche Akt erstmal im Kultur- und Sportzentrum statt.

Nachdem Bürgermeister Herbert Lohrberg seine große Freude darüber zum Ausdruck gebracht hatte, vor einem voll besetzten Saal zu sprechen, verlieh Pastor Jens Kertess eben diesem mittels der liturgischen Feier, die sich mit der Wichtigkeit der Gemeinschaft befasste und vom Posaunenchor musikalisch umrahmt wurde, die Atmosphäre eines Gotteshaus.

Danach gehörte alle Aufmerksamkeit der Ortschronistin Diana Borchers. Sie ließ das zurückliegende Jahr mit Wort und Bild Revue passieren und rief damit noch einmal alle Aktionen und Aktivitäten in Eisdorf in Erinnerung,

Gleiches tat Herbert Lohrberg aus sportlicher Sicht. Wenn im zurückliegenden Jahr ein Europameister, zwei Deutsche Meister und 21 Kreismeister zu verzeichnen seien, könne ganz Eisdorf stolz darüber sein. Diese Erfolge könnten schließlich nur erreicht werden, wenn die dazu notwendigen baulichen Anlagen vorlägen und hoch motivierte, freiwillige Übungsleiter zur Verfügung stünden. Deren Arbeit könne nicht genügend gewürdigt werden. „Gerade im Bereich der Jugendarbeit leisten sie großartige Präventionsarbeit“.

 

Erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler geehrt

Anschließend ehrten die beiden stellvertretenden Bürgermeister, Petra Pinnecke und Frank Brakebusch, eine überaus große Zahl von Sportlerinnen und Sportlern vieler Altersstufen und Disziplinen.

Dann durften die zu ehrenden Sportlerinnen und Sportler vieler Altersstufen und Disziplinen ihre Urkunden und Anerkennungspräsente für die Reiterinnen übrigens Möhren mit Schleife für die Pferde - aus den Händen der beiden stellvertretenden Bürgermeister, Petra Pinnecke und Frank Brakebusch, entgegennehmen.

FC Eisdorf: Die F-Jugend (Jan Erxleben, Lucas Pankratz, Luis Schwob, Jonath Kriebel, Tim Schwarze, Marius Koch, Darius Weber, Jonas Wilk, Jan-Tristan Heiseck und Nico Gradenegger, Trainer: Ulrich Wilk und Dennis Weber) sowie Cedric Hartung und Fabian Schnute, sie trainieren die Elf der C-Jugend, die zusammen mit TuSpo Peterhütte aufs Spielfeld gehen.

TSC Eisdorf: Joshua Halpape, Larissa Wenzel, Amy-Lou Spani, Julia Sinram-Krückeberg, Marius Koch, Jonah Kriebel, Tobias Allershausen, Jonas Nienstedt, Janna Kriebel, Ilona Schulze, Jana Allershausen, Lorena Bähner, Lissa-Maria Halpape, Franziska Koch, Julia Kirchhoff, Svenja Brakebusch, Rebekka Marie Gajewski, Jenny Linde, Julian Allershausen, Max Pülm und Dieter Schäder.

Schützenverein: Chiara Teuber, Chris Leimeister, Rico Neumann, Sebastian Schreiber, Edmund Kranisch, Bernhard Kruse, Manfred Kosler, Helmut Uhe, Wilhelm Schmidt, Christiane Schmidt und Irene Kupke.

Reit- und Fahrverein Samtgemeinde Bad Grund: Melina Beuse und Sonja Belzer.



Die für ihre sportlichen Leistungen geehrten Eisdorfer zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister, Frank Brakebusch (li.), der stellvertretenden Bürgermeisterin, Petra Pinnecke ( re.), Bürgermeister Herbert Lohrberg (3. v. re.) und Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann (2. v. re.)

 

 

Für ihren Einsatz in der Gemeinde Eisdorf geehrt

Da es in Eisdorf aber nicht ausnahmslos erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die sich seit vielen Jahren freiwillig und ehrenamtlich für das Gemeinwohl der Gemeinde einsetzen, wurden auch die während des Neujahrsempfangs im voll besetzten Kultur- und Sportzentrum geehrt. Bürgermeister Herbert Lohrberg betonte in seiner Laudatio, sie opferten nicht selten ihre Freizeit und setzten teilweise auch private finanzielle Mittel ein, um damit dafür zu sorgen, dass sich alle in ihrer Gemeinde wohl fühlten.

Die beiden stellvertretenden Bürgermeister, Petra Pinnecke und Frank Brakebusch, überreichten den zu Ehrenden Urkunden und Dankeschönpräsente, verbunden mit Worten der Anerkennung.

Vom Arbeitskreis „Ältere Generation“ war es Edda Leimeister, der für ihre langjährige, ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der älteren Bürger gedankt wurde. Gerda Isermann wurde große Anerkennung für ihre langjährige Vorstands- und Vereinsarbeit im DRK Ortsverein ausgesprochen.

Bei der Freiwillige Feuerwehr Eisdorf waren es zwei Kameraden und eine Kameradin, die von den beiden stellvertretenden Bürgermeistern nach vorne gebeten wurden. Es war Manfred Gemende, der lange Jahre als Jugendwart, als stellvertretender Ortsbrandmeister, und als Ortsbrandmeister tätig gewesen ist. Iris Peter ist bereits 25 Jahre im Vorstand des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr tätig gewesen. Michael Peter gehört auch schon lange dem Spielmannszug an und sorgte dafür, dass es zum Zusammenschluss der Spielsgemeinschaft Eisdorf-Gittelde gekommen ist.

Herbert Lohrberg ließ es sich aber nicht nehmen, ein Eisdorfer Urgestein, Heinrich Aschoff, selbst zu ehren. Der könne schließlich neben der erfolgreichen Tätigkeit als Ortsbrandmeister auch auf eine ebenso langjährige Tätigkeit als Vorsitzender oder Vorstandsmitglied in der Feldmarkinteressentenschaft und in der Jagdgenossenschaft schauen. Dabei habe er stets die Ziele beider Verbände erkannt und maßgeblich mit umgesetzt. Durch sein Fachwissen und seinem Ergeiz, sich ständig weiter zu bilden, sei er immer sicher bei seinen Überlegungen und Entscheidungen gewesen. „Deine Vorschläge waren stets nachvollziehbar“. Er habe aber auch Verbesserungsvorschläge nach kritischer Prüfung akzeptiert.

Nach dem Jahrzehnte währenden Werk „Wegetausch zwischen Feldmarkinteressentenschaft der Forstgenossenschaft und der Gemeinde“ sei er jetzt zur Ruhe gekommen, weil er alle Ämter in jüngere Hände gelegt habe. Allerdings bedeute diese Tatsache nicht, dass er sein Wissen nicht weiterreiche.

Lohrberg schaute abschließend auch nach vorne. Denn bereits am 24. Januar werde die Eisdorfer Einwohnerschaft zu einer Bürgerversammlung geladen. An dem Abend werde der vom Rat bestellte Planer Einblicke in das Dorferneuerungsprogramm gewähren. Etwas weiter entfernt, aber nicht minder wichtig, sei das Thema Pfarrstelle. Bis spätestens 2012 werde sich nämlich entscheiden, ob die Pfarrstelle Eisdorf oder Nienstedt geschlossen werde. Außerdem habe Pastor Jens Kertess einen Vertrag, der 2009 auslaufe. Hier seien alle Bürger gefordert, sich für ihre Kirchengemeinde und ihren Pastor stark zu machen.

Mit den besten Wünschen für das noch recht neue Jahr schloss Lohrberg den offiziellen Teil des Neujahrsempfangs und übergab die Regie an die Spielgemeinschaft Eisdorf-Gittelde.

 


Die für ihren ehrenamtlichen Einsatz geehrten Eisdorfer Bürger zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister, Frank Brakebusch (li.), Samtgemeindebürgermeister Harald Dietzmann (4. v. re), der stellvertretenden Bürgermeisterin, Petra Pinnecke (4. v. li.), und Bürgermeister Herbert Lohrberg ( re.).

Fotos: Bordfeld