Kirche Eisdorf Gemeindeversammlung

Was wir aus dem alten Küsterhaus werden? Fotos: Bordfeld

Tobias Armbrecht, Mitglied des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Eisdorf/Willensen, legte während der Gemeindeversammlung offen dar, dass sich im Gemeindehaus und auf dem Kirchenvorplatz einiges getan hat und noch ändern wird, beziehungsweise beim alten Küsterhaus geschehen muss. Die zweite Vorsitzende, Inge Jünemann, legte eine interessante Statistik vor. Lektorin Kerstin Henrici sowie Monika Klapproth wiederum gewährten Einblicke in die etwaige Umgestaltung des Kirchenblattes.

Armbrecht betonte, dass ja die Pfarrstelle mit Pastor Wolfgang Teicke wieder besetzt, das verbundene Pfarramt eingerichtet ist und viele Punkte der Zusammenarbeit mit Nienstedt/Förste abgesprochen wurden. Doch befände man sich immer noch in der Experimentier- und Erprobungsphase, so dass es da auch in diesem Jahr immer wieder zu kleineren Veränderungen kommen könnte.

Von kleinen Veränderungen könne allerdings nicht die Rede sein, wenn man einen Blick auf eben das Gemeindehaus wirft, das mit dem Ziel der Energieeinsparung unter anderem neue Fenster erhalten hat und noch erhalten wird. Dahingegen habe die veränderte Zukunft für den Kirchenvorplatz schon begonnen. Es dürfte mittlerweile jedem aufgefallen sein, dass großen Bäume weg sind, und der Blick auf die St. Georg-Kirche Kirche wieder frei ist. Wie weit die Veränderungen des Kirchplatzes geht, hänge nicht nur von den Finanzen ab, sondern insbesondere von einem weiteren wichtigen Projekt, das in diesem Jahr angegangen werden müsse – das alte Küsterhaus.

Auf Grund der sinkenden Gemeindegliederzahlen und eines veränderten Zuweisungsmodells des Kirchenkreises dürfte sich die finanzielle Situation 2017 stark verschlechtern. Da das Gebäude selbst leider schon seit vielen Jahren aus der Finanzzuweisung der Landeskirche heraus ist, werde man auch so keine Mittel mehr zum Erhalt desselben bekommen. Außerdem sind die Mieteinnahmen seit Sommer 2013 nicht mehr da. Man dürfe nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass das Haus nur noch kostet, mahnte der Sprecher.

Der Kirchenvorstand habe sich die Frage gestellt, wie und vor allem ob es in der Zukunft genutzt werden kann. Allein, um die obere Etage wieder zu vermieten, müsste erst mal kräftig investiert werden. Allerdings liege in der unteren Etage ein weitaus größerer Sanierungsbedarf vor. Nun gelte es, zu überlegen, ob und wenn, in welchem Umfang Geld in die Renovierung des Küsterhauses gesteckt werden soll, wie und von wem es in den nächsten Jahren genutzt werden kann. Ganz wichtig sei außerdem die Frage, wie der Erhalt des Gebäudes finanziell sicher zu stellen ist.

Über eine mögliche Nutzung des Gebäudes ist man mit mehreren Vereinen und Verbänden, aber auch mit der Politik ins Gespräch gekommen. Lösungen, wie zum Beispiel die Mitnutzung durch Vereine, aber auch weitergehende Lösungen sind angedacht. „Sollten wir keine Möglichkeit zum Erhalt des Gebäudes finden, ist leider auch ein Abriss eine Option", so Armbrecht. Aber das wäre gerade jetzt, wo es zusammen mit Kirche und Gemeindehaus einen schönen Rahmen für den Kirchenvorplatz bildet, besonders schade.

Kerstin Henrici und Monika Klapproth legten offen dar, dass der Gemeindebrief mittlerweile nur noch erscheinen könne, solange er von Werbung getragen wird. Es müsse nach einem anderen finanziellen Standbein gesucht werden, denn auch in Eisdorf/Willensen wachsen keine Werbeträger nach.

Inge Jünemann begann ihren Bericht mit der Statistik der Kirchengemeinde und ließ durchblicken, dass an 63 Gottesdiensten 5.518 Gottesdienstbesucher teilgenommen hätten, 446 davon Kinder. Zurzeit seien 905 Gemeindeglieder in Eisdorf und 206 in Willensen zu zählen.

Auf die Kindertagesstätte St. Georg zu sprechen kommend, erinnerte sie daran, dass mit dem neuen, großen Kirchenkreis „Harzer Land" sich 13 Kindergärten und Kindertagesstätten, unter ihnen auch die Kita St. Georg, zusammengetan und einen Trägerverband gegründet hätten. Dieser Schritt sei notwendig geworden, weil immer mehr gesetzliche Vorschriften beachtet werden müssten und diese Arbeit durch Ehrenamtliche auf Dauer nicht mehr gewährleisten werden könne. (pb)

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Mitglieder des Kirchenvorstands