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Pastor Uwe Rumberg-Schimmelpfeng freut sich auf  seine neue Aufgabe. Foto: Petra Bordfeld

„Ich empfinde es nicht so, als ob ich hier neu bin, es passt alles so, dass ich hier angekommen bin“, Worte von Pastor Uwe Rumberg-Schimmelpfeng, während des Gottesdienstes, in dem er als Pastor der Kirchengemeinden Eisdorf-Willensen und Nienstedt-Förste in der St. Martin-Kirche zu Nienstedt eingeführt wurde. Während er in dessen Verlauf mit von ganzem Herzen kommenden Beifall begrüßt wurde, wurden drei andere wichtige Personen voller Anerkennung, Dankbarkeit und mit schmackhaften Präsenten verabschiedet. An dieser liturgischen Feier nahm übrigens auch Ulrike Schimmelpfeng teil, die das Amt der Superintendentin für den Kirchenkreis Harzer Land übernommen hat.

Es fehlten aber auch Vertreter der Kirchenvorstände St. Georg und St. Martin ebenso wenig, wie Mitarbeiter beider Gemeinden, Amtskollegen benachbarter Kirchengemeinden, und der stellvertretende Superintendent Pastor André Dittmann, welcher die Amtseinführung vollzog.

 

Doch erst einmal begrüßte Michael Wächter, Vorsitzender des Kirchenvorstandes St. Martin Nienstedt-Förste, alle aufs herzlichste. Er wünschte dem neuen Pastor, dass St. Martin und St. Georg, die beiden Heiligen, welchen den Gotteshäusern in Nienstedt und Eisdorf die Namen gegeben haben, ihm immer gut zur Seite stehen mögen.

Pastor André Dittmann ließ es sich nicht nehmen, Vakanzvertreter Pastor Klaus-Wilhelm Depker für seinen Einsatz zu danken. „Wenn ein Pastor eine Gemeinde verlässt, entsteht eine Lücke, die von denen zu spüren ist, welche die Aufgabe übernommen haben“. Aber eben diese Lücke wusste Pastor Depker einfühlsam zu füllen, denn er habe so manches mal im Hintergrund und unbemerkt alles gut in den Händen gehalten und so die Schiffe in ruhige Gewässer gleiten lassen.

Bei den Konfirmanden hätten ihm aber noch Jugenddiakonin Iris Fahnkow und Dana Steinmann sowohl einfühlsam als auch tatkräftig und in bewährter Weise zur Seite gestanden. Damit hätten beide einen sehr guten Dienst geleistet. Gemeinsam hätten die zwei Frauen und der Pastor mit gehöriger Stärke und einer großen Portion Anstrengung die Aufgabe gemeistert. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“.

Michael Wächter sprang auf diesen Lobeszug auf und betonte, dass die beiden Frauen, auch bei coronabedingt gezogener Handbremse, zusammen mit dem Vakanzvertreter alles gut im Griff gehabt hätten. Direkt auf Pastor Depker zu sprechen kommend, versicherte er, dass es eine Freude gewesen wäre, mit ihm zusammen zu arbeiten. „Vom ersten Tag an gehörte er in das Team, und Corona konnte nichts daran ändern“. Schmunzelnd endete sein Lob mit der Anmerkung, dass sich im Kirchenkreis herumgesprochen hätte, dass bei einer Vakanzvertretung nur einer in Frage käme: Klaus-Wilhelm Depker!

Dietmar Eisler, Vorsitzender des Kirchenvorstandes Eisdorf/Willensen ließ es sich danach nicht nehmen die Ernennungsurkunde für Pastor Rumberg-Schimmelpfeng zu verlesen.

Pastor André Dittmann brachte schließlich seine Freude darüber zum Ausdruck, dass mit Uwe Rumberg-Schimmelpfeng ein neuer Pastor für zwei Kirchengemeinden die Verantwortung übernehmen wird. Dieses Aufeinandertreffen sei von besonderer Art, denn während der eine auf der Suche nach einem neuen Bewegungsfeld war, suchten die beiden Kirchengemeinden einen neuen Pastor.

Bei Pastor Rumberg-Schimmelpfeng und den beiden Kirchenvorständen habe er nicht „nur“ Neugier, sondern auch Bereitschaft zu Kontakten entdeckt. Das sei sehr gut für den Start. „Denn ein neuer Pastor sieht die Gemeinde mit ganz anderen Augen. Und neue Aufmerksamkeit kann zu einer spannenden Entdeckungsreise werden“.

Nachdem sowohl Pastor Uwe Rumberg-Schimmelpfeng, als auch die Gottesdienstgäste die Einführungsfragen mit einem klaren Ja beantwortet hatten, schloss sich die feierliche Amtseinführung an. Der folgende Beifall machte deutlich, wie willkommen der neue Pastor ist. Pastor Dittmann ließ es sich aber nicht nehmen, dem neuen Mann ein Buch zu überreichen. Das sollte nicht etwa eine gesehene Lücke im Regal ausfüllen, sondern mit einem Blick in die Sagenwelt Pastor Rumberg-Schimmelpfeng den Harz und das Vorland näher bringen.

Nach der Predigt, welche sich mit Gerechtigkeit befasste, folgten noch Grußworte, die vom Kirchenvorstandsvorsitzenden aus Eisdorf Dietmar Eisler eröffnet wurden. Lächelnd ließ er durchblicken, dass man es wohl Superintendentin Ulrike Schimmelpfeng zu verdanken hätte, dass dieser Pastor seinen Dienst hier antritt. Schon bei den ersten Gesprächen mit Uwe Rumberg-Schimmelpfeng habe man gespürt, dass er perfekt in die beiden Kirchengemeinden passt. „Die Kirchengemeinden im Sösetal heißen sie herzlich willkommen“.

Pastor Klaus Wilhelm Depker wünschte allen, dass in dem Fall, wenn mal etwas unmöglich zu sein scheint, Gott um die Ecke kommt, und dabei hilft, es möglich werden zu lassen. „Ich wünsche allen Stärke und Vertrauen“.

Gemeindekuratorin Vera Fröhlich sprach allen, die sich in der Vakanzzeit stark gemacht hatten, ein großes Dankeschön aus.

Das Schlusswort oblag Pastor Uwe Rumberg-Schimmelpfeng. Er erinnerte sich dran, dass er gleich sehr freundlich und interessiert aufgenommen wurde. Schon die ersten Gespräche hätten im gesagt: „Es passt alles zusammen“. Er dankte für die vielen freundlichen Worte und denen, die sich auf den Weg zu diesem Gottesdienst gemacht hatten. Und er versprach, dass diese Feier zur dieser Amtseinführung bestimmt nicht aufgehoben, sondern nur verschoben sei.

Übrigens sorgte Marius Kohlrausch mittels Orgelspiel für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes. pb