DoLeWoScheueneinweihung06pb
DoLeWoScheueneinweihung01pb
DoLeWoScheueneinweihung04pb
DoLeWoScheueneinweihung03pb
DoLeWoScheueneinweihung07pb
DoLeWoScheune01pb
DoLeWoScheune02pb

Scheune im Klappenweg hat sich zu einem Juwel gemausert. Fotos: Petra Bordfeld

Aus einer etwa 12 mal 8 Meter großen, in die Jahre gekommenen Scheune im Klappenweg 2, die weder über einen Wasser- noch über einen Stromanschluss verfügte, ist ein wahres Schmuckstück geworden. Möglich machte diese Veränderung der neue Besitzer, der Verein „Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen in Eisdorf“ (DoLeWo).

Um eben diese nicht nur mit Geld, sondern insbesondere mit ehrenamtlicher Fleißarbeit möglich gewordene Veränderung gebührend zu feiern, hatte DoLeWo zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Und nicht bloß Eisdorfer oder Willensener, sondern auch Bürger aus den Nachbarortschaften hatten dafür gesorgt, dass eine wahre Volksfestatmosphäre zu spüren war.

Dieser Tag sollte aber auch ein ganz Besonderer für den Ehrenvorsitzenden Herbert Lohrberg werden. Denn zum einen überreichte ihm der Vorstand des gemeinnützigen Vereins die Urkunde für dieses herausragende Ehrenamt. Und Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke ließ es sich nicht nehmen, im Namen der Eisdorfer Bürger den engagierten Mann, der den Vorsitz von DoLeWo 22 Jahre in der Hand und so unendlich viel bewegt hatte, zu ehren und ein von Anerkennung getragenes Dankeschön-Präsent zu überreichen.

Doch zuerst einmal ergriff der erste Vorsitzende, Ioannis Hondrogiannis, das Mikrophon und das Wort. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass das mit Fleiß, Zuwendung und Unterstützung durch viele verschiedene Akteure hergerichtete Gebäude und  das Anwesen offiziell eingeweiht werden konnte.

Vor etwa drei Jahren habe DoLeWo eine doch recht farblose Scheune erworben, die von Anfang an die Möglichkeit geboten hat, den mittlerweile doch sehr umfangreichen Geräte-Fuhrpark  (Trecker, Planwagen, mobile Theke, Gerätewagen mit Inventar) des Vereins unterzubringen. Genau da war einer der wesentlichen Gründe für den Kauf.

Aber es gab Ideen, und alle haben mit angepackt, diese zu realisieren. Für das in Planung befindliche Vorhaben galt es, Fördermittel zu suchen und zu finden. Diese Unternehmung habe letztendlich dazu geführt,  dass mit Hilfe des LEADER-Programms einige dieser Ideen umgesetzt werden konnten.

Denn die Pläne hatten sich hin zu einem sehenswerten, zweckmäßigen Scheunengebäude entwickelt, das nicht „nur“  ausreichend Fläche für das Gerät des Vereins bietet, sondern einiges darüber hinaus. Denn neben der frisch gestrichenen Scheune  sind die gelungene Einzäunung, das weitestgehend hergerichtete Grundstück ebenso nicht zu übersehen wie der fachmännisch in das Scheunengebäude integrierte Bürocontainer-Anbau mit Besprechungsraum, Küchenzeile und Toilettenanlage. Auch ein Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss sind jetzt vorhanden.  Für die Verwirklichung des Vorhabens hätten viele tatkräftig mitgewirkt. „Und genau dafür möchten wir heute Danke sagen“ so der erste Vorsitzende.

„Wir freuen uns sehr, dass wir so viel Unterstützung bekommen haben und engagierte Menschen da waren, wenn wir sie um Hilfe gebeten haben.“

Anschließend ließ Herbert Lohrberg die Entstehungsgeschichte eben dieser Scheune Revue passieren und sprach dabei insbesondere Anja Kreye vom LEADER-Regionalmanagement, Region Osterode am Harz, ein großes Dankeschön aus.

Und genau diese Frau sparte nicht mit herzlichen Glückwünschen seitens der Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Sie erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass das Projekt „Scheune“ schon eine Vorgeschichte mit überaus erfreulichem Ergebnis hätte.

Die habe Ende Februar 2021 so richtig mit der Vorstellung des  Vorhabens in einer LAG-Sitzung begonnen. Die Bewilligung sei im Juli desselben Jahres erfolgt, welcher sich die Auszahlung der LEADER-Mittel in Höhe von 23 059,51 € angeschlossen hätten. Da eben diese Förderung nur mit Kofinanzierung möglich war, habe die Gemeinde Bad Grund 3 720,35 € dazu gegeben und das Land Niedersachsen 2.494,53 Euro. Weil LEADER aufgrund gestiegener Kosten auch noch einmal ins Finanzsäckchen gegriffen habe, sei alles nach Plan verlaufen.

Petra Pinnecke ließ genau zu dem Thema nicht unerwähnt, dass DoLeWo die Ortschaften Eisdorf und Willensen sowie die dort ansässigen Vereine und Verbände schon seit vielen Jahren mit finanziellen Mitteln oder personellen handwerklichen Geschicken unterstütze. 

Der Verein habe außerdem etliche Feste ins Leben gerufen und durchgeführt. Nicht unerwähnt blieben aber auch der vereinseigene Traktor, der Planwagen und der Getränkewagen. „Von solch einer fahrbaren „Besenwirtschaft“ träumen andere Dörfer nur!“

Für diese besonderen Werte sei es Herbert Lohrberg, dem langjährigen Vereinsvorsitzenden, ein besonderes Anliegen gewesen, ein eigenes Heim zu finden. Bei der mühevollen Suche hätte er sich nie unterkriegen lassen, so sei es zu der Scheune am Klappenweg 2 gekommen. Die Ortsbürgermeisterin sprach all denen, die viel Schweiß und Schwielen an den Fingern sowie Rückenschmerzen für die Fertigstellung in Kauf genommen hatten, ein besonders herzliches Dankeschön aus. „Ihr seid spitze“!

Dann bat sie den langjährigen Vorsitzenden von DoLeWo zu sich, um ihn für seinen Jahrzehnte währenden ehrenamtlichen Einsatz im Namen der Ortschaft Eisdorf zu ehren. Schließlich habe er in dem 22 Jahren währenden DoLeWo-Vorsitz zusammen mit dem Vorstand viele Ideen durch- und umgesetzt. Herbert Lohrberg Er sei eine echte Persönlichkeit, die Anstand und Fairness, Hilfsbereitschaft, Verständnis und Versöhnung in allen Lebensbereichen praktiziere und damit auch als Vorbild agiere. Dafür könne ihm immer wieder Danke gesagt werden.

Nach den Glückwunschreden machten sich die Gäste erst einmal auf den Weg, um alles in Augenschein zu nehmen. Die jüngsten Besucher/innen hatten fast nur ein Auge für das Karussell, die Großen zunächst für die Scheune mit dem neuen Anbau und dann für den Grill, die kühlen Getränke sowie für die gut gedeckte Kaffeetafel. pb