Gemeindebuero Eingang pb

Der Eingang des ehemaligen Gemeindebüros soll barrierefrei werden. Foto: Petra Bordfeld

Während der Sitzung des Eisdorfer Ortsrates brannten Friedenslichter auf den Tischen. Der Grund dafür war allen klar. Trotzdem herrschte Gelassenheit und Einstimmigkeit vor, auch als es um finanzielle Themen ging.

Zuerst legten Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke und Bürgermeister Harald Dietzmann ihre in Kürze gefassten Berichte vor.

Darin war zu vernehmen, dass und die Harz Energie wieder 1 000 Euro aus dem Ehrenamtsfond für die Ortschaft zur Verfügung stellen wird. Von dieser stolzen Summe werde der Schützenverein Eisdorf die Hälfte abbekommen, denn der habe eine große Anschaffung an modernen Gerätschaften zur Pflege der Grünanlagen auf dem Schirm. Im Namen des Ortsrates wird Petra Pinnecke den entsprechenden Antrag an die Harz Energie weiterreichen.

Sie ließ aber auch durchblicken, dass für das KuS eine neue Betreuerin gesucht wird, weil Bärbel Wilk, welche diese Aufgabe schon viele Jahre mit Herzblut und voller Zufriedenheit aller ausübt, sich Mitte des Jahres zur Ruhe setzen möchte. Wer Interesse an die Nachfolge hat, melde sich bitte bei der Ortsbürgermeisterin oder bei Oliver Schneider, dem Mitarbeiter im Bereich „Kinder, Jugend, Sport und Kultur“ der Verwaltung.

Harald Dietzmann teilte mit, dass jetzt endlich der Vorhaben, im ehemaligen Gemeindebüro einen barrierefreien Zugang zur Toilette einzubauen, realisiert werden kann. Denn der von der Gemeinde Bad Grund an LEADER gestellte Förderantrag habe eine Zusage erhalten, von den benötigten 25 000 Euro werden 80 Prozent von LEADER getragen, und 20 Prozent von der Gemeinde.

Zum Thema „Verlegung von Breitbandglasfaser“ sprach er an, dass in Eisdorf auch öffentliche Gebäude, wie etwa die Grundschule, die Kindertagestätte, das einstige Gemeindebüro und das KuS daran angeschlossen werden sollen. Wann es aber losgehen wird, darüber konnte er noch nichts sagen. Man warte darauf, dass erste Gespräche mit der Deutschen Glasfaser starten werden.

Dietzmann ließ es sich aber auch nicht nehmen, im Rahmen Haushaltsplanes für 2022 und die Beschlussfassung über die mittelfristige Ergebnis- und Finanzplanung sowie das Investitionsprogramm 2022 bis 2025 einige Fakten vorzulegen, die aus Sicht der Ortschaft Eisdorf wichtig sein dürften.

So wird nicht nur der WC-Zugang im ehemaligen Gemeindehaus barrierefrei angelegt werden, auch die Erneuerung der dortigen Heizungsanlage stünde auf der Liste. Das Objekt sei eine Positon, die mit KIP 1, dem Kommunalinvestitionsprogramm, in nächster Zeit auf den Weg gebracht werden soll.

Aber auch die Heizungsanlage in der Kindertagesstäte „St. Georg“ müsse in 2024 erneuert werden. Außerdem sollen dort die defekten Oberlichter zurückgebaut werden.

Weiter seien zwei Veranschlagungen für die Willensener Löschgruppe in der Freiwilligen Feuerwehr Eisdorf festgeschrieben. So soll für rund 80 000 Euro ein neues TSF anrollen und im Rahmen einer Rückstellung die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses mit neuer Farbe versehen werden.

Das Kultur- und Sportzentrum braucht einen neuen Verteilerkasten, für den 3 500 Euro zu berechnen seien. Weiter müsse mal wieder der Fallschutz unter den Spielgeräten der Grundschule Eisdorf im kommenden Jahr erneuert werden.

Der Ortsrat ließ es sich nicht nehmen, den Haushalt 2022 zustimmend zur Kenntnis zu nehmen.

Dann standen zwei LEADER-Projekte im Mittelpunkt, die sich beide als förderungsfähig herausgestellt haben, und auf die Harald Dietzmann ebenfalls einging. Bei der Dorfgemeinschaft „Leben und Wohnen in Eisdorf“ (DoLeWo), seien für den Ausbau der im Klappenweg 2 gelegenen Scheune weitere 26 532 Euro förderfähig, von denen 80 Prozent von LEADER sowie 20 Prozent von der Gemeinde und dem Land Niedersachsen getragen werden. Allerdings sei nicht alles als förderfähig erklärt worden, so beispielsweise der Bauantrag sowie die noch anstehende Elektrik, der Bau von Regalen und Malerarbeiten. Dietzmann betonte, dass er eine derartige Entscheidung seitens LEADER nicht verstehe.

Der Verein „Mobiles Eisdorf“ dürfe sich ebenfalls über 80 Prozent LEADER-Geldern freuen, die 24 650 Euro ausmachen. Die verbleibenden 20 Prozent teilten sich Gemeinde und Land. Dietzmann betonte, dass Landesmittel in beiden Projekten eine besondere Förderung für die Gemeinde sei. Denn aus Landessicht werde so deren Haushalt entlastet. Auch in diesem Fall sei leider nicht alles Vorgelegte als förderfähig anerkannt worden.

Der Sprecher versicherte, dass die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten die so unerwartet entstandenen finanziellen Löcher stopfen werde, denn die Vereine sollten nicht allein gelassen werden. Der Ortsrat stimmt diesem Vorschlag einstimmig zu.

Neu hin zugekommen war während der Sitzung das Thema „Jugendraum“. Alexander Pilz mahnte an, dass es verständlich sei, dass der Jugendraum, der neben de KuS gelegen ist, geschlossen blieb. Doch sei an ihn die Sorge herangetragen worden, ob vielleicht die Unwetter, die noch gar nicht so lange zurückliegen, eventuell auch Wasser in den in Eigenleistung eingerichteten Raum beschädigt haben könnten. Das war erfreulicher Weise nicht der Fall, denn die entstandenen Dachschäden sind bereits repariert worden. Trotzdem einigte man sich darauf, das Gespräch mit der hauptamtlichen Jugendpflegerin der Gemeinde Bad Grund, Melanie Henschel, aufzunehmen. pb