Ortsrat Eisdorf 01pb

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke zusammen mit Bärbel Wilk und den neuen Betreuern des Kultur- und Sportzentrums, Erika und Gerhard Pankratz. Foto: Petra Bordfeld

Aus der Ortsratssitzung

Dass das Kultur- und Sportzentrum (KuS) in neuen Betreuer-Händen ist, und die Nutzungskosten für den Anbau ab dem 1. Januar etwas höher berechnet werden, stand ebenso auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung Eisdorf, wie die Tatsache, dass das ehemalige Gemeindebüro noch in diesem Jahr einen behindertengerechten Zugang und eine neue Toilettenanlage im Erdgeschoss erhalten wird. Diese Tatsachen vernahm übrigens auch eine erfreulich große Zahl an interessierten BürgerInnen.

Zuvor ließ aber Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke wissen, dass sie und Annette Altmann durch den Wegzug von Jürgen Zuchowski leider den dritten Eisdorfer Dorfmoderator verloren haben. Wenn sich eine/r berufen fühlt, dieses Ehrenamt mit auszuüben, möge er oder sie sich bei ihr melden.

Außerdem ließ sie wissen, dass sich die Eisdorfer Vereine bereits zum zweiten Mal mit Udo Küster, dem Leiter der Regionalen Koordinationsstelle für Vereine und Verbände, getroffen haben, um sich gemeinsam weiter Gedanken über die Zukunft der Vereine zu machen. Küster habe dabei durchblicken lassen, dass die Eisdorfer gut aufgestellt seien und es gut voran gehe. „Schauen wir mal in Zukunft“.

Arbeiten am Gemeindebüro

Bürgermeister Harald Dietzmann meldete sich zu Wort. Er betonte, dass die Aufträge für das Leader-Projekt „Gemeindebüro“ bereits vergeben seien und auch die Kostenerhöhung durchaus noch in Kauf genommen werden könne. Die Rampe, welche einen behindertengerechten Zugang in das Gebäude ermöglicht, müsse nur noch verzinkt und dann selbstverständlich angebracht werden. Mit der neuen Heizung dürfte es schon in der kommenden Woche losgehen. Aber auch die WCs stünden im Dezember auf der Liste, es fehlten halt noch die Türen.

Sei man zu Beginn der Planungen von gut 20 000 Euro ausgegangen müssten jetzt 5 500 Euro dazu gezählt werden. Um diese 30 prozentige Kostenerhöhung im Griff zu behalten, habe die Verwaltung gleich einen neuen Antrag bei Leader gestellt, welcher sehr erfolgreich gewesen sei. Denn der Förderbescheid belaufe sich jetzt nicht mehr auf etwa 15 000, sondern auf gut 19 000 Euro. „Mit der Eigenleistung von 5 600 Euro sind wir noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“.

Spielplatz

Dietzmann kam aber auch noch einmal auf den im „Nördlichen Oberdorf“ gelegenen Spielplatz zu sprechen. Denn dort sei der vorhandene Zaun noch erhöht und seitlich erweitert worden. Die Verkehrsschau von Landkreis, Verwaltung und Polizei habe aber nicht mit dem gewünschten Verkehrsberuhigung-Objekt geendet. Allerdings sollen in dem Bereich verstärkt Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden.

Ratsmitglied Jens Schimpfhauser ließ es sich anschließend nicht nehmen, auch im Namen der Bewohner dieses Straßenzuges ein großes Dankeschön für die durchgeführten Maßnahmen auszusprechen. „Die sehen nicht nur gut aus, sondern sind auch sinnvoll. Es ist so geworden, wie wird uns das vorgestellt haben“.

Kultur- und Sportzentrum

Auf das Kultur- und Sportzentrum zu sprechen kommend, waren sich alle Orsratsmitglieder einig, dass in Sachen „Entgelt und Nutzung“ sowie der Überarbeitung der Benutzerordnung den richtigen Weg beschritten wurde. Man habe sich Gedanken zu den Themen gemacht und mit Oliver Schneider sowie Stephan Mantel von der Verwaltung besprochen. Die beiden hätten alles in die Realität umgesetzt und auf Papier gebracht. Dafür sprach ihnen Petra Pinnecke ein großes Dankeschön aus. Also sollten alle, die das KuS ab dem 1. Januar 2023 anmieten möchten, daran denken, dass die Nützungsgebühr der allgemeinen Kostensteigerung sanft angepasst sein werden.

Ein weiters von Herzen kommendes Dankeschön richte die Ortsbürgermeisterin an Bärbel Wilk. Denn die hat seit 15 Jahren das KuS betreut. Mit dem Jahresende wird sie einem jungen Ehepaar Platz machen, denn Erika und Gerhard Pankratz haben sich entschieden, in die Fußstapfen ihrer Vorgängerin zu treten. Dafür wünschte Petra Pinnecke ihnen alles Gute und viel Spaß. Wer übrigens das KuS pachten möchte, der kann sich jetzt schon mal folgende Telefonnummer merken: 01786979246.

Das KuS wurde aber noch einmal erwähnt. Denn bei diversen Feierlichkeiten im Anbau sei leider die Trennwand zur Turnhalle hochgeschoben worden und, wenn die Geräteräume nicht geschlossen waren, darin rumgetobt. Schlösser werden in naher Zukunft derartige unerlaubte Möglichkeiten aus dem Weg räumen.

Friedhofskapelle

Ratsfrau Daniela Diener gab zu bedenken, dass das Unterdach der Eisdorfer Friedhofskapelle immer noch der Lieblingsplatz der Spechte sei. Die eigens für sie aufgehängte Nistkästen hätten ihre Liebe zu dem Unterdach nicht unterbrechen können. Im Interesse des Holzes müsse mal überlegt werden, was man machen könnte. Harald Dietzmann brachte verschmitzt den Begriff „Spechtbeauftragten“ ins Spiel. pb