
Freuen sich auf die Jubiläumsfeier im Mai: Kassenwart Maik Halpape, Spielausschussvorsitzender Lars Elligsen, Schriftführer Jürgen Oppermann, zweiter Vorsitzender Ulrich Pinnecke, Jugendleiter Michael Rustemeyer (hi. v. li. n. re.), Vorsitzender Frank Schnute, Ehrenmitglied und Gründungsmitglied Heinz Blume sowie der dritte Vorsitzende Hartmut Elligsen (vo. v. li. n. re.). Foto: Bordfeld
Eisdorf (pb). Heinz Blume erinnert sich nicht nur sehr gerne an den 18. Juni 1950, weil er an diesem Tag seinen 21ten Geburtstag feierte, sondern weil er auch beim Eröffnungsspiel des in dem Jahr gegründeten Fußball-Clubs Eisdorfs (FC) gegen die Dritte Mannschaft aus Osterode als Rechts-Außen-Stürmer dabei war. Auch wenn das Spiel mit eins zu sieben Toren verloren wurde, war es das schönste Geburtstagsgeschenk für Blume. Denn er war eines der Gründungsmitglieder, die den FC am 13. Mai im Eisdorfer Gasthaus „Zu Erholung“ aus der Taufe hoben.
Er war aber nicht „nur“ auf dem grünen Rasen aktiv, er war auch 20 Jahre im Vorstand vertreten, vier Jahre davon übte er das Amt des ersten Vorsitzenden aus (1964 – 1968). Am längsten hatte er das Amt des Kassierers inne, das er aber nach 19 Jahren in jüngere Hände legte. Und er wird auch zugegen sein, wenn der FC am 15. und 16. Mai sein 60jähriges Bestehen feiern wird.
In den zurückliegenden sechs Jahrzehnten hat sich übrigens viel ereignet. Bereits 1952 sicherten sich die Eisdorfer Kicker die Herbstmeisterschaft in der B-Klasse im Kreis Osterode. Ein Jahr später holte sich der FC erneut die Meisterschaft und stieg in die A-Klasse auf.
1968 errang die Erste Herrenmannschaft die Meisterschaft in der Kreisklasse.
1972 entging die Erste Herren nur knapp dem Abstieg in die Kreisklasse. Viel Freude bereitete dahingegen die C-Jugend, die sich unter Trainer Jürgen Lagershausen den Meistertitel holte. 1976 stieg dann die Erste Herren des FC Eisdorf erstmals in die Bezirksklasse auf. Rechtzeitig zur Jahrtausendwende und zum 50jährigen Jubiläum gelangte der FC in den Besitz einer Vereinsfahne, auf der klar und unverfälscht das Vereinswappen und die Vereinsfarben Rot-Schwarz sowie das Symbol Fußball zu sehen sind.
Das Sorgenkind blieb lange Zeit der Übungsplatz. Schließlich wollte der FC den Sportplatz am Borntal, der bislang “nur“ vom TSC genutzt wurde, mitbenutzen. Doch musste der FC den Spielbetrieb auf dem Sportplatz am „Posthof“ aufnehmen, wo 1966 Umkleidekabinen in Eigenleistung errichtet wurden. Eine Flutlichtanlage folgte 1972. Als dann aber 1986 der Sportplatz „Borntal“ eingeweiht wurde, begann eine neue Ära für den FC. Denn der legendäre, gefürchtete „Posthof“ sollte nur noch Trainingszwecken dienen. Mit einer vom FC und dem TSC gemeinsam organisierten Sportwoche wurde im Borntal eine wunderbare Begegnungsstätte in Betrieb genommen.
Mit dieser Aktion startete auch ein Miteinander beider Vereine, die auch das baufällige Sportlerheim gemeinsam pachteten. Schnell stand fest, dass hier neuer Wind wehen und neue Mauern gezogen werden müssten. So wurde 1989 der umgebaute Teil des Sportlerheimes gebührend eingeweiht.
Am 13. Januar 1990 gründeten Spielerfrauen und –freundinnen die Damengymnastikgruppe unter Leitung von Jutta Gasler, die auch als Sparte in den Verein aufgenommen wurde – und heute noch überaus guten Bestand hat.
1997 hatte der FC einen sehr großen Erfolg zu verzeichnen. Denn er wurde FAIR-Play-Cup-Sieger. Er war letztendlich unter insgesamt 1 667 niedersächsischen Fußballmannschaften die fairste gewesen.
2005 sorgten die Frauen dafür, dass eine Damenmannschaft ins Leben gerufen wurde, die bereits 2009 in die Bezirksklasse aufgestiegen ist.
Im Jugendbereich macht 2008 die C-Jugend auf sich aufmerksam, denn sie sicherte sich den Meistertitel. Mittlerweile kann der FC sich auf die erste und zweite Herrenmannschaft, die Alt-Herren-Elf, die Damenmannschaft sowie eine Mannschaft in der G-, F-, D- und B Jugend verlassen. Außerdem gibt es eine B-Juniorinnenmannschaft, die im Kreis Göttingen spielt. Außerdem ist der FC in diesem Jahr der Jugendspielgemeinschaft Sösetal beigetreten, um gemeinsam mit dem SV Förste und dem TSC Dorste den Jugendspielbetrieb für die Zukunft zu sichern.
Und dieser Verein, der auf eine 60 Jahre währende, bewegte Geschichte zurückschauen kann, lädt am dritten Maiwochenende zur zwei Tage währenden Jubiläumsfete ein. Das Programm sieht wie folgt aus:
Samstag, 15. Mai: 19.30 Uhr Einlass ins KusZ (Kultur- und Sportzentrum). 20 Uhr Tanz mit der Band „Rex D.“ und einem Überraschungsprogramm. Und es besteht an diesem Abend die Möglichkeit Tombola-Lose zu erwerben.
Sonntag, 16. Mai, beginnt der offizielle Teil um 11.30 Uhr, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Eisdorf spielt auf, dann folgen Grußworte und Ehrungen. Ab 13 Uhr gibt es Mittagessen, Mittagstisch-Karten gibt es nur im Vorverkauf, aufspielen wird der Musikzug der Freiwlligen Feuerwehr Dorste. Um 14.30 Uhr wartet eine riesige Kaffeetafel darauf erstürmt zu werden, verschiedene Vorführungen werden auch geboten. Ab 16.30 Uhr erfolgt die Ausgabe der Tombola Preise.

