Gemeinde
Eisdorf ist seit 2013 ein Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz). Der Verwaltungssitz mit dem Rathaus befindet sich in Windhausen.
Gemeinde Bad Grund
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Die BEG strebt den Ausbau erneuerbarer Energien an. Die E-Station von Mobiles Eisdorf verfügt darüber bereits. Foto: Petra Bordfeld
Aus der Ortsratssitzung
Bürgerenergiegenossenschaft – BEG
Die Ortsratssitzung Eisdorf begann damit, dass Dieter Sinram als Vertreter einer kleinen Eisdorfer Gruppe deren Idee vorstellte, in Eisdorf und seinen Nachbardörfern den Ausbau erneuerbarer Energien bürgernah und dezentral durch die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft – BEG - mitzugestalten.
„Wir hatten schon vor zwei Jahren dieses Thema im Ortsrat angesprochen, aber da kamen Wahlen und Corona dazwischen. Jetzt nehmen wir einen neuen Anlauf. Mit dem Projektmanager Nicolai-Simon Hallensleben und dem Klimamanager Maximilian Wende habe die Verwaltung der Gemeinde Bad Grund nunmehr zwei Fachleute, die bereit und in der Lage sind, dieses Vorhaben zu unterstützen.“
Genau das seien gute Voraussetzungen, um dieses Projekt voranzutreiben, was diverse Gespräche mit den beiden deutlich gemacht hätte. Klar sei aber auch, dass eine Kleingruppe eine derartige Aufgabe nicht stämmen könne, vielfältige Unterstützung wird notwendig sein.
Mit Maximilian Wende – Klimamanager der Gemeinde - ist in diesem Monat eine erste öffentliche Informationsveranstaltung geplant.
Wer neugierig geworden ist und schon jetzt dabei sein möchte, melde sich bei Helge Altmann (05522/5057896), Herbert Lohrberg (herbert.lohrberg@gmail.com) oder Dieter Sinram (E-Mail: dietersinram@web.de, Telefon: 0160-6120253).
Projektgruppe "Eisdorf Verein(t)"
Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke kam anschließend auf die Projektgruppe „Eisdorf Verein(t)“ zu sprechen, welche im Februar aus der Taufe gehoben wurde. „Pate“ war der Leiter der Regionale Koordinationsstelle für Vereine und Verbände, Udo Küster. Dazu habe auch der Ratschlag gehört, eine Ehrenamt-Pauschale für eine Verwaltungskraft zu installieren, welche unter anderem Protokolle der Zusammenkünfte führt, oder Adressen einpflegt, um nur zwei Aufgaben-Beispiele zu nennen. Für die Übernahme dieser Aufgabe hat sich bereits Sabine Armbrecht bereit erklärt. Da im Ortsrat-Budget noch 500 € zur Verfügung stehen, wird diese Summe für sie als Ehrenamtpauschale verwendet werden. Der Verein „Dorfgemeinschaft Leben und Wohnen in Eisdorf“ (DoLeWo) wird ein Auge auf die Bezahlung haben. Sollten aber die 500 € nicht ausreichen, dann müssten die Vereine den fehlenden Betrag aus eigener Tasche ausgleichen. In jedem Fall, so die einstimmige Ansicht des Ortsrates, sei dies gute Sache, die man ruhig ausprobieren sollte. „Wenn es unbezahlbar wird, kann es ja gestoppt werden“, so Petra Pinnecke.
Heimatstube
Nicht so optimistisch war das Thema „Heimatstube“, die vom Förderkreis „Heimatgeschichte und Heimatstube Eisdorf“ gepflegt wird. Allerdings steht fest, dass der Vorstand dieses Förderkreises sich im kommenden Jahr nicht mehr zu Wahl stellen wird. Ob ein neuer Vorstand zu finden sei, könne niemand sagen, so die Ortsbürgermeisterin. Es stand die Frage im Raum, was nach dem eventuellen Auflösen dieses Förderkreises aus eben der Heimatstube werde. Petra Pinnecke betonte, dass sie schon mit anderen Museen gesprochen habe, wo es zumeist nicht besser aussehe. Fast ausnahmslos stünde die Frage im Raum, ob Heimatstuben noch auf das Interesse der Bürger treffen. Der jetzige Förderkreis-Vorstand habe sich vorgenommen, über den Tellerrand zu gucken, denn mit einem Tag der offenen Tür sei das Problem nicht gelöst.
Udo Küster habe sich zu diesem Problem auch schon geäußert und vorgeschlagen, einen Workshop ins Leben zu rufen, um sich so gemeinsam auf den nicht leichten Weg nach einer Lösung zu machen.
SOFI-Umfrage
Weiter ließ die Ortsbürgermeisterin durchblicken, dass die zweite mit Fragen gespickte Aktion des soziologischen Forschungsinstituts Göttingen, gestartet ist. Es wäre sensationell, wenn die genauso laufen würde, wie die erste. „Da waren doch ein paar Erkenntnisse drin zu finden“. Sie dankte schon mal all denen im Voraus, die mitmachen wollten.
DoLeWo-Sommerfest und Hexentrail
Es waren aber auch zwei wichtige Termin zu vernehmen. Der DoLeWo richtet nämlich am 20. August bei seiner Scheune das Sommerfest aus, an dem Petra Pinnecke und der Ortsrat auch diverse Ehrungen durchführen wird. Starten soll dieses Fest um 11 Uhr. Und am 2. September kommt der Hexentrail auch nach Eisdorf, wo sich alle LäuferInnen mittel Speis und Trank stärken dürfen.
Schüttenhoff
Die Sprache kam aber auch auf den Schüttenhoff. Weil die Chargierten viele Ausgaben hätten stämmen müssen, wurden ihnen die 800 € des Ehrenamtfonds der Harz Energie zukommen gelassen.
Kita und Grundschule
Zum Thema Finanzen äußerte sich Volker Höfert, der Kämmerer der Gemeinde Bad Grund, dass die Erneuerung der Heizungsanlage der Kindertagesstätte „St. Georg“ sehr wohl im Haushalt berücksichtig worden sei. Und das WLAN-Problem an der Grundschule Eisdorf sei beseitigt worden. pb
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Im Februar 2021 haben die Gemeinde Bad Grund (Harz) und das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) die Bewohnerinnen und Bewohner aus Eisdorf zu der Befragung „Was hält uns zusammen?“ eingeladen.
Hier die Ergebnisse:
Broschüre Regionalpanel 2021 Eisdorf (PDF)
Eine Folgebefragung findet im Frühjahr 2023 statt.
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Wer das Gemeindebüro betreten möchte, braucht keine Treppen mehr zu steigen. Fotos: Petra Bordfeld
Aus der Ortsratssitzung
Nachdem Bürgermeister Harald Dietzmann während der Sitzung des Eisdorfer Ortsrates unter anderem über den Haushaltsplan 2023 der Gemeinde informierte, waren alle recht zufrieden damit, dass diese Ortschaft doch eine Menge von dem Finanzkuchen der Gemeinde abbekommen wird.
Denn Dietzmann legte offen, dass die Crossiety-Beteiligung im Haushaltsplan ebenso eingestellt worden ist, wie die Kindertagesstätte „St. Georg“ und die Grundschule. Während in dem Bereich für die kleinsten BürgerInnen in den folgenden Jahren die fast ins „Rentenalter“ gekommene Heizungsanlage und die sanitären Anlagen erneuert werden sollen, steht in der Schule die Verbesserung des WLAN-Netztes ganz vorne an.
Weiter werde bestimmt nicht über den nicht mehr ganz gut aussehenden Giebel des Kultur- und Sportzentrums (KuSZ) hinweg gesehen. Erst einmal sollen die sehr sichtbaren Schäden beseitig und farblich angepasst werden. Eingeplant sei allerdings, dass in den kommenden Jahren ein voller Neuanstrich notwendig wird. „Aber der erste Schaden muss weg“.
Auch sollen die 130 Straßenlaternen umgerüstet werden, die noch nicht mittels LED erstrahlen.
Besonders freuen dürfte sich die Freiwillige Feuerwehr Eisdorf darüber, dass in der mittelfristigen Finanzierung im kommenden Jahr ein neues Fahrzeug in den Haushalt eingestellt wird.
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Liebe Eisdorferinnen und Eisdorfer,
alle Augen sind auf das Weihnachtsfest gerichtet und somit bieten uns die bevorstehenden Feiertage Gelegenheit, ein wenig innezuhalten zur Besinnlichkeit und einer persönlichen Rückschau.
Noch vor einem Jahr mussten wir Weihnachten mit starken Corona Einschränkungen begehen. Das Thema beschäftigt uns auch heute noch; allerdings können wir wieder freier leben. Die Weihnachtsmärkte sind z.B. wieder geöffnet. Auch der hiesige Eisdorfer Weihnachtsmarkt konnte durchgeführt werden.
Die Weihnachtsbeleuchtung fällt dieses Jahr etwas kleiner aus. Die hohen Stromkosten machen sich durchaus bemerkbar. Gut, dass es LED gibt. Aber auch die guten alten Kerzen kommen wieder ins Spiel.
Überhaupt alles ist teurer geworden! Wir sind alle angehalten, sparsam zu wirtschaften. Das gilt für die Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Firmen und natürlich auch für die Kommunen. Die Rohstoff-Preise gehen an die Decke, der Fachkräftemangel ist immens – dies hat verheerende Auswirkungen auf unser aller tägliches Leben.
Man darf aber nicht aufgeben und nicht verzweifeln: Irgendwie bekommen wir auch diese Krise in den Griff und eine Lösung gibt es immer, manchmal dauert es eben nur etwas länger.
Lassen Sie uns alle das Beste aus dieser Situation machen und positiv in das Jahr 2023 blicken mit der Hoffnung, dass dieser Spuk bald vorbei ist. Es gibt bestimmt Möglichkeiten, wie mit der Situation umzugehen ist. Hierzu können wir alle beitragen und es ist unser aller Solidarität gefordert.
Lassen Sie mich schließlich so kurz vor dem Fest des Friedens bei allem Negativen auch ein wenig den Fokus auf schöne Momente richten. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die das Leben aus- und schönmachen: Gute Freunde, auf die man sich verlassen kann. Eine kleine, liebevolle Geste. Ein gutes Gespräch. Ein gutes Buch. Überraschende Hilfe. Spaß an der Freude, dem Lachen, dem Lächeln anderer. Vielleicht wird manchem klar, wie wichtig uns Menschen und Beziehungen sind, wie sehr wir auf andere angewiesen sind und Nähe genießen. Die Zeit des Weihnachtsfestes, des Jahreswechsels als Chance: „Besinnung“ auf das Wesentliche, auf die wirklich wichtigen Dinge: Die Familie, den Partner, die Freundinnen und Freunde, das Zusammensein mit Menschen, die uns lieb und wertvoll sind.
Nun wünsche ich – auch im Namen des Ortsrates – den Menschen in Eisdorf ein gesegnetes Weihnachtsfest, Glück und Zufriedenheit für das Jahr 2023. Schalten Sie einen Gang zurück – Weihnachten ist hierfür ein guter Zeitpunkt.
Bleiben Sie gesund!
Ihre Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke

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Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke zusammen mit Bärbel Wilk und den neuen Betreuern des Kultur- und Sportzentrums, Erika und Gerhard Pankratz. Foto: Petra Bordfeld
Aus der Ortsratssitzung
Dass das Kultur- und Sportzentrum (KuS) in neuen Betreuer-Händen ist, und die Nutzungskosten für den Anbau ab dem 1. Januar etwas höher berechnet werden, stand ebenso auf der Tagesordnung der Ortsratssitzung Eisdorf, wie die Tatsache, dass das ehemalige Gemeindebüro noch in diesem Jahr einen behindertengerechten Zugang und eine neue Toilettenanlage im Erdgeschoss erhalten wird. Diese Tatsachen vernahm übrigens auch eine erfreulich große Zahl an interessierten BürgerInnen.
Zuvor ließ aber Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke wissen, dass sie und Annette Altmann durch den Wegzug von Jürgen Zuchowski leider den dritten Eisdorfer Dorfmoderator verloren haben. Wenn sich eine/r berufen fühlt, dieses Ehrenamt mit auszuüben, möge er oder sie sich bei ihr melden.
Außerdem ließ sie wissen, dass sich die Eisdorfer Vereine bereits zum zweiten Mal mit Udo Küster, dem Leiter der Regionalen Koordinationsstelle für Vereine und Verbände, getroffen haben, um sich gemeinsam weiter Gedanken über die Zukunft der Vereine zu machen. Küster habe dabei durchblicken lassen, dass die Eisdorfer gut aufgestellt seien und es gut voran gehe. „Schauen wir mal in Zukunft“.
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Der Ortsrat und Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann im Gespräch mit den Gästen aus Göttingen. Foto: Petra Bordfeld
Es ist schon ein gutes Jahr her, da durchstreiften Maike Simmak und Andreas David Schmidt, beide von dem Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) Eisdorf, um die Bürger zu der Teilnahme an einer Befragung zum Thema „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ einzuladen. Die beiden war das Forschungsteam noch einmal, zusammen mit Prof. Dr. Berthold Vogel, gekommen, um dem Ortsrat zu erzählen, ob und warum die Eisdorfer ihren Ort so charmant finden.
Maike Simmak betonte, dass sich gleich nach der Auswertung der Antworten ein erfreuliches Ergebnis zeigte. „Denn Eisdorf weist im Vergleich mit den insgesamt zwölf Orten, an denen die Regionalpanel-Befragung durchgeführt wurde, die höchsten Zusammenhaltswerte auf!“ Zudem sei die Verbundenheit mit dem Wohnort hier im Vergleich zu Bundesland, Deutschland und EU deutlich am höchsten.
Und das Ergebnis freute nicht „nur“ die Forscher/innen, sondern insbesondere auch die ehrenamtlichen, politischen Vertreter/innen. Denn mit der Kinderbetreuung und der Grundschule bestand große Zufriedenheit. Hier waren am Ende 33 Prozent sehr zufrieden und 52 Prozent zufrieden. Ähnlich erfreulich sahen die Antworten zum, bezahlbaren Wohnraum aus. 13 Prozent waren damit sehr zufrieden und immerhin 55 Prozent zufrieden. Nur zwei Prozent äußerten Unzufriedenheit. Auch mit der Sicherheit im öffentlichen Raum waren 12 Prozent sehr zufrieden und 55 Prozent immerhin zufrieden.
Verbesserungsbedarf sahen die Befragten allerdings im Bereich Mobilität, was die nicht sehr verwunderte. Nur sechs Prozent zeigten sich mit der Mobilität sehr zufrieden, 37 Prozent dahingegen unzufrieden und 36 Prozent sogar sehr unzufrieden. Auch die Frage nach der Zufriedenheit mit den Behörden und der öffentlichen Verwaltung sah nicht so positiv aus. Allerdings waren 24 Prozent zufrieden damit, 32 Prozent wussten nicht so genau, 22 wiederum waren unzufrieden und sogar 20 Prozent sehr unzufrieden.
Die Internetverbindung war letztendlich ein dritter Bereich, mit dem die Befragten weniger zufrieden waren. Während 32 Prozent eine „Teils-Teils“-Antwort gaben, äußerten sich immerhin 26 Prozent als zufrieden. 21 Prozent waren dahingehend unzufrieden und 15 sehr unzufrieden.
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Weil die Verwalterin des Kultur- und Sportzentrums (KuS), Bärbel Wilk, ihre ehrenamtliche Tätigkeit zum Ende des Jahres in jüngere Hände legen möchte, sucht der Ortsrat eine/n Nachfolger/in.
Wer Interesse hat, dieses Amt zu übernehmen, der melde sich bitte umgehend beim Mitarbeiter der Gemeinde, Oliver Schneider (Mail: schneider@gemeinde-bad-grund.de). Dort ist auch mehr über diese Aufgabe zu erfahren. pb
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Der dritte Eisdorfer Spielplatz benötigt eine Einzäunung. Foto: Petra Bordfeld
Während es in Sachen „Jugendraum und Jugendpfleger“ positive Meldungen gab, erschraken die Mitglieder des Ortsrates Eisdorf über die Randaleschäden, die bislang Unbekannte auf dem Hof der Grundschule in Eisdorf verübt hatten. Außerdem stand während der jüngsten Sitzung der dritte Spielplatz während der jüngsten Sitzung in der Ortschaft zur Diskussion.
Randale auf dem Schulhof
Dass der auf dem Gelände der besagten Schule stehende Ständer des Basketballkorbes schon einmal voll umgeknickt worden ist, dürfte allen noch in Erinnerung sein. Jetzt habe sie vom Leiter des Fachbereichs „Familie und Soziales“, Stephan Mantel, erneut keine schöne Sache gehört, so Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke. So seien auf dem Schulhof Schmierereien zu sehen gewesen, die alles andere als schön waren. Des Weiteren seien Lebensmittel an der kleinen Hütte, deren Tür eingetreten wurde, geworfen und auch „große Geschäfte“ in dem Bereich „erledigt“ worden. Der Ortsrat stellte sich die Frage, wie man überhaupt auf derartige Ideen kommen könnte und freute sich über die Tatsache, dass die Anwohner jetzt noch mehr aufpassen und bei einem Verdacht sofort die Polizei informieren werden.
Jugendraum
Wesentlich positiver fiel der Bericht aus, den Petra Pinnecke zum Thema Jugendraum vorlegte, der wegen Corona die letzten beiden Jahre fast in Vergessenheit geraten ist. Bei dem Treffen mit Stephan Mantel und die Jugendpflegerin der Gemeinde Bad Grund, Melanie Hentschel, sowie des ehrenamtlichen Eisdorfer Jugendwartes Daniel Retucci-Schellbach, stellte dieser nämlich gleich seine beiden Nachfolger, Jonas Wilk und Jonas Meinecke, vor.
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Alexander Pilz, Anja Krye, Harald Dietzmann und Frank Uhlenhaut (v. li. n. re.) freuen sich darauf, dass diese Treppe bald der Vergangenheit angehören wird. Foto: Petra Bordfeld
„Es freut mich ganz besonders, dass Eisdorf mit gutem Beispiel vorangeht“, Worte des Vorsitzenden der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) und den SoVD-Kreisverbandes, Frank Uhlenhaut, als er sich zusammen mit der Vertreterin des Regionalmanagements, Anja Krye, dem Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, Harald Dietzmann, und dem stellvertretenden Eisdorfer Ortsbürgermeister Alexander Pilz vor dem ehemaligen Gemeindebüro der Ortschaft traf. Denn an und in dem Gebäude wird sich aufgrund der LEADER-Förderung einiges verbessern.
Uhlenhaut versicherte, dass er es toll fände, dass zum einen das Gebäude nach Beendigung der geförderten Baumaßnahmen für alle problemlos betreten werden kann und die Toilette im Untergeschoss ebenfalls behindertengerecht umgebaut wird. „Ich hoffe, dass es Nachahmer geben wird“. Diese Maßnahmen dürften fast 20 000 Euro kosten. Während davon LEADER 80 Prozent sponsert, übernimmt die Gemeinde Bad Grund die Kofinanzierung, die sich auf fast 4 000 Euro belaufen wird.
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Der Eingang des ehemaligen Gemeindebüros soll barrierefrei werden. Foto: Petra Bordfeld
Während der Sitzung des Eisdorfer Ortsrates brannten Friedenslichter auf den Tischen. Der Grund dafür war allen klar. Trotzdem herrschte Gelassenheit und Einstimmigkeit vor, auch als es um finanzielle Themen ging.
Zuerst legten Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke und Bürgermeister Harald Dietzmann ihre in Kürze gefassten Berichte vor.
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Liebe Eisdorferinnen und Eisdorfer,
die Zeit vergeht wie im Fluge. Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel 2021/2022 stehen vor der Tür, alle freuen sich auf eine ruhige Zeit zwischen den Jahren und die Zusammenkünfte innerhalb des Familien- oder Freundeskreises.
Natürlich dürfen wir nach wie vor die Corona-Pandemie nicht vergessen. Sie sollte eigentlich so gut wie abgehakt sein! Leider ist dem nicht so: die 4. Welle rollt unaufhaltsam. Wir haben zwar keinen harten Lockdown wie im letzten Jahr aber an Normalität „so wie früher“ ist nicht zu denken. Wir müssen damit so gut es geht leben!
Gerade jetzt ist es wichtig, den Menschen beiseite zu stehen, die im Moment besonders auf Hilfe angewiesen sind. Umso mehr freut es mich, dass es in Eisdorf sehr viele engagierte Helfer gibt, die sich für andere einsetzen. All denjenigen möchte ich von Herzen danken. Menschen, die für andere da sind, die sich unterstützend einbringen und dabei helfen, die Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen sorgen für eine lebens- und liebenswerte Ortschaft.
Ich möchte diese Gelegenheit aber auch nutzen, um mich bei allen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu bedanken, die sich im vergangenen Jahr in vielfältiger Weise an der Entwicklung unserer Ortschaft und zum Wohle aller beteiligt haben. Ihr Engagement in den Vereinen, Kirchen und Verbänden, sowie in den verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft trägt dazu bei, Eisdorf lebens- und liebenswert zu erhalten und weiter zu entwickeln. Allen ehrenamtlich Tätigen und auch sozial Engagierten gilt dabei erneut mein besonderer Dank. Aber auch diejenigen, die sich im Stillen für andere einsetzen, sollen sich in diesen Dank eingeschlossen fühlen.
In diesem Sinne wünsche ich allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein friedliches und segensreiches Weihnachtsfest sowie für das neue Jahr Gesundheit, Frieden und ihr ganz persönliches Glück, zu dem für die meisten Menschen neben der Familie auch das Wohlfühlen in unserer Ortschaft zählt. Dazu können wir aber alle unseren Beitrag leisten.
Meinen Weihnachtsgruß möchte ich schließen mit einem Gedicht von Jutta Gornik
Weihnacht' wie es früher war
Ich wünsche mir in diesem Jahr mal Weihnacht, wie sie früher war.
Kein Rennen zur Bescherung hin. Kein Schenken ohne Sinn.
Ich wünsch' mir keine teure Sache, aus der ich mir doch gar nichts mache.
Ich möchte nur ein winzig kleines Stück vom verlor'nen Weihnachtszauber zurück.
Dazu frostklirrend eine Heil'ge Nacht, die frischer Schnee winterlich gemacht.
Und leuchtender als sonst die Sterne: So hätt' ich's zur Bescherung gerne.
Wohl auch das Läuten ungezählter Glocken, die Mitternachts zur Mette locken.
Voll Freude angefüllt die Herzen, Kinderglück im Schein der Kerzen.
Könnt' diese Nacht geweiht doch sein! Nicht überladen mit Wohlstand - eher klein!
Dann hörte man wohl unter allem Klingen vielleicht mal wieder Engel singen.
Ach, ich wünsche mir in diesem Jahr Weihnacht, wie sie als Kind mir war.
Es war einmal, so lang ist's gar nicht her, für uns so wenig so viel mehr...
Ihre Ortsbürgermeisterin
Petra Pinnecke
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Liebe Eisdorferinnen und Eisdorfer,
es ist eine wichtige und notwendige Tradition, dass wir am dritten Sonntag im November gemeinsam den Volkstrauertag begehen. Eine persönliche Feierstunde am Ehrenmal vor unserer Eisdorfer Kirche ist auch in diesem Jahr leider aufgrund der aktuelle Entwicklung der Corona-Infektionslage nicht angebracht; daher möchte ich auf diesem Weg meine Worte an Sie richten.
Am Volkstrauertag, erinnern wir an Kinder, Frauen und Männer aus unserem Land und vielen anderen Ländern weltweit, die ihr Leben lassen mussten, weil Krieg und Gewalt herrschten. Wir gedenken der unzähligen Soldaten, die an den Fronten fielen; wir gedenken der Zivilisten, die in der Heimat oder auf der Flucht umkamen. Wir gedenken der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, der Menschen, die wegen ihrer rassischen Zugehörigkeit, ihres Glaubens oder ihrer politischen Überzeugung ermordet wurden.
Wir erinnern an den Ersten Weltkrieg, das einschneidende und tiefgreifende Ereignis und sein verheerendes Ausmaß mit bis zu 20 Millionen Toten innerhalb von vier Jahren. Dieser Erste Weltkrieg hat zur Gründung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geführt und ist auch der Ursprung dieses staatlichen und stillen Gedenktags.
Wir erinnern aber auch an den Zweiten Weltkrieg, der noch fürchterlicher wütete, der weltweit rd. 60 Millionen Tote forderte und an dessen Ende halb Europa in Trümmern lag. Am 8. Mai 1945 schwiegen in Europa die Waffen.
Heute erinnern wir aber auch an die Toten, die Kriege und Gewalt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus unserer Zeit gefordert haben. Wir dürfen in unserem Land seit nun mehr als 76 Jahren in Frieden leben – mehr als dreißig Jahre im Land wiedervereint - das ist ein unschätzbares Glück, für das wir alle sehr dankbar sind. Doch überall auf der Welt gibt es auch heute noch Krieg und Gewalt. Millionen Menschen sind auf der Flucht und auch heute noch werden Menschen wegen ihrer Herkunft oder ihrer Religion getötet.
Auch 2021 gedenken wir am VOLKSTRAUERtag auch einer besonderen Gruppe von Menschen. Alle VÖLKER der Welt TRAUERN um die vielen Menschen, die am Coronavirus erkrankt und verstorben sind. Wir trauern mit allen Angehörigen von jedem einzelnen von ihnen. Und selbstverständlich trauern wir auch mit allen Menschen unserer Ortschaft, die im Verlauf dieses Jahres Abschied nehmen mussten von geliebten Angehörigen.
Doch kommen wir zurück zum eigentlichen Anlass unseres Gedenkens – der Trauer um die unzähligen Opfer der Weltkriege. Eisdorf hatte im Ersten und Zweiten Weltkrieg viel zu viele Gefallene zu beklagen, nicht zu vergessen die Vermissten und an Kriegsverletzungen gestorbene Personen. Wir dürfen sie niemals vergessen, deshalb ist dieses jährliche Gedenken unverzichtbar. Erinnerung braucht Menschen, die sich erinnern. Das ist wichtig, denn die Zeitzeugen, die uns noch von Kriegszeiten berichten können, werden von Tag zu Tag weniger.
Und die Gestalter der Welt von Morgen, zu sensibilisieren, ist ohne Frage die beste Prävention gegen neue Gewalt.
Friede, Freiheit, Achtung der Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Diese Werte müssen errungen und bewahrt werden – immer und überall.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, wir nehmen unsere Demokratie, unsere Freiheit, die lange Friedenszeit oft als etwas ganz Selbstverständliches hin. Doch wenn wir bedenken, wie viel Unrecht und Unterdrückung, wie viel Kriege und Gewalt die Generationen vor uns erleben mussten oder andere Menschen noch heute erleben müssen, dann wird unser Blick wieder dafür geschärft, wie wertvoll es ist, in einer rechtsstaatlichen, in einer demokratischen Gesellschaft leben zu dürfen.
In Ehrfurcht vor den Toten beider Weltkriege und der Opfer von Gewaltherrschaft sowie vor allen Kriegsopfern und im Dienst gestorbenen Soldaten weltweit haben wir als Zeichen des Gedenkens Kränze am Ehrenmal niedergelegt. Wir bleiben den Verstorbenen verbunden in der dauerhaften Verpflichtung für Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit.
Ich danke Ihnen sehr herzlich für ein stilles Gedenken Ihrerseits.
Ihre Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke

Volkstrauertag 2021 - Ehrenmal vor der Kirche

